Werbung:
Hilfsabfrage.de Flucht Behinderung
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Text Live-Blog Flucht und Behinderung
Springe zum Inhalt

Mindestlohnerhöhung darf nicht scheitern

Logo SoVD ab 2020
Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) Nach den Plänen der Bundesregierung soll der Mindestlohn zum 1. Oktober auf zwölf Euro angehoben werden. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßt diese längst überfällige Anhebung ausdrücklich und tut das, obwohl damit die vom SoVD geforderten armutsfesten 13 Euro noch nicht umgesetzt werden.

„Wenn wir sehen, dass 21 Prozent aller abhängig Beschäftigten im Niedriglohnsektor arbeiten und gleichzeitig die Preise für Energieversorgung und Lebensmittel förmlich explodieren, werden die geplanten 12 Euro vielen Menschen schon sehr weiterhelfen; auch wenn mindestens 13 Euro nötig wären. Entscheidend ist, dass es überhaupt eine Anhebung des Mindestlohns gibt“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer.

Der SoVD betont in dem Zusammenhang weiter, dass weder der geltende Mindestlohn in Höhe von 9,82 Euro noch die zum 1. Juli Kommende Anhebung auf 10,45 Euro nach 45 Arbeitsjahren in Vollzeit zu einer Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus führen. Deshalb nutzt der SoVD-Präsident den bevorstehenden Tag der Arbeit am 1. Mai, um seinen Unmut über die von Arbeitgeberverbänden angedrohte Klage gegen die vorgesehene Mindestlohnerhöhung zum Ausdruck zu bringen. „Eine faire Entlohnung, die nicht zwangsläufig in die Altersarmut führt, hat für uns als SoVD sehr viel mit Respekt gegenüber den Arbeitnehmer*innen zu tun. Insofern wäre eine Klage gegen die geplante Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro eine Ohrfeige ins Gesicht all derjenigen, die oft über Jahrzehnte in zentralen Bereichen des öffentlichen und sozialen Lebens arbeiten, dafür jedoch wenig Anerkennung erfahren und gering entlohnt werden. Dabei verdienen gerade sie mehr Wertschätzung“

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sgmrx37