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Kritit an Abschiebung in Heime in Sachsen

Jens Merkel mit E-Rollstuhl
Jens Merkel mit E-Rollstuhl
Foto: privat

Zwickau / Dresden / Grimma (kobinet) Im Vorfeld des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Beeinträchtigungen um den 5. Mai herum kritisiert Jens Merkel als einer der 3 gleichberechtigten Sprecher*innen der LIGA Selbstvertretung Sachsen, dass in Sachsen immer noch Menschen mit Beeinträchtigungen in "Heime“ abgeschoben werden. Zum Protesttag, der seit 1992 stattfindet und somit dieses Jahr sein 30jähriges Jubiläum feiert, kündigte Jens Merkel an, dass unter dem diesjährigen Motto "Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel“ auch für mehr #Assistenzgerechtigkeit Tempo gemacht werden müsse.

„Wir als LIGA Selbstvertretung Sachsen setzen uns dafür ein, dass alle Menschen mit Beeinträchtigungen gemäß Artikel 19 der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen dieses Recht auf ein selbstbestimmtes Leben haben müssen. Auch in Sachsen“, heißt es in einer Presseinformation der LIGA Selbstvertretung Sachsen. Dass dies in Sachsen nicht immer der Fall ist, erlebt Jens Merkel, der auch Mitglied im Sächsischen Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen ist, im Rahmen seiner Beratertätigkeit in letzter Zeit wieder häufiger. Um gegen diese Maßnahmen zu protestieren, werden betroffene Menschen mit Beeinträchtigen am beziehungsweise ab dem 3. Mai zu einer „Mahnwache für eine bedarfsgerechte #Assistenzgerechtigkeit“ un/regelmäßig an verschiedenen Orten im Freistaat Sachsen aufrufen. Dazu werden verschiedene Aktionen durchgeführt. So wird das Aktionsbündnis am 3. Mai am Kommunalen Sozialverband Sachsen einen Infobereich zur Persönlichen Assistenz aufbauen. Die LIGA Selbstvertretung Sachsen ruft deshalb Menschen mit Beeinträchtigungen und vor allem mit Assistenzbedarf am 3. Mai ab ca. 11 Uhr auf, mitzuhelfen und sich für die Rechte von Menschen mit Assistenzbedarf für eine bedarfsgerechte #Assistenzgerechtigkeit einzusetzen und gemeinsam symbolisch Mauern von #Heimen einzureißen. Treffpunkt ist der Vorhof des Kommunalen Sozialverbandes Sachsen in der Humboldtstraße 18 in Leipzig.

Lesermeinungen

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Marion
21.04.2022 12:47

Assistenz soll ja nur für die „Teilhabe“ dar sein, den Rest macht die Pflegefachkraft. Und da gibt es so einem Mangel, dass man nicht mehr selbstbestimmt leben kann? Das wäre problematisch, aber nicht verwunderlich, denn mit der alternden Gesellschaft wird es zu immer mehr Personalmangel kommen. Somit ist es unsere eigene Gesellschaft, die ein selbstbestimmtes Leben verhindert.