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Lebenshilfe plädiert für allgemeine Corona-Impfpflicht

Grafik, Spritze und Mensch und Serumflächschen
Impfen
Foto: pixabay

Berlin (kobinet) Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hat sich bereits im Dezember 2021 für eine zeitnahe Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht für volljährige Bürgerinnen und Bürger ausgesprochen, um Menschen mit Behinderung zu schützen und ihren Ausschluss von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verhindern. In der Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages am 21. März hat die Lebenshilfe diese Forderung bekräftigt, wie diese in einer Presseinformation mitteilt.

"Wenn wir im Herbst nicht von der nächsten Corona-Welle kalt erwischt werden wollen, brauchen wir ein auf Dauer tragfähiges Schutzkonzept. Daher muss jetzt schnell die allgemeine Impflicht kommen“, betonte die Lebenshilfe-Bundesvorsitzende Ulla Schmidt. Sonst sei die Gefahr groß, dass sich vulnerable Gruppen wie Menschen mit Behinderung und ihre Familien erneut über Wochen und Monate isolieren müssen. Die frühere Gesundheitsministerin sieht hier alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger in der Verantwortung: "Wer nur auf seine persönliche Freiheit pocht und sich nicht impfen lassen will, schließt gleichzeitig andere von der gesellschaftlichen Teilhabe aus.“

Die Stellungnahme der Bundesvereinigung Lebenshilfe zu den Bundestagsanträgen gibt es im Internet unter www.lebenshilfe.de. Alle Forderungen der Lebenshilfe sind zudem in einem Positionspapier zusammengefasst (auch in Leichter Sprache).

Dass das Corona-Virus derzeit nicht nur genenerell durch sehr hohe Infektionszahlen äusserst präsent ist, sondern das Thema in Einrichtungen der Behindertenhilfe und für Senior*innen akut ist, zeigt ein Bericht im n-tv-Coronavirus-Liveticker. Demnach sind rund zwei Drittel der stationären Pflegeheime in Thüringen derzeit von Corona-Fällen betroffen. Das betreffe 229 von insgesamt 338 Einrichtungen, die von der Heimaufsicht betreut werden, heißt es dem Bericht zufolge vonseiten des Landesverwaltungsamts von Thüringen. Außerdem gebe es derzeit in mehr als jeder zweiten stationären Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Thüringen Corona-Fälle. Unter den 183 Einrichtungen gebe es derzeit 103 mit aktivem Corona-Infektionsgeschehen. In der stationären Pflege waren den Zahlen vom Dienstag dem n-tv-Bericht zufolge 1.097 Mitarbeiter und 1.444 Bewohner positiv getestet.

Link zu Infos und zur Aufzeichnung der Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zur Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus vom 21. März 2022

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/scgj369