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Recht auf Teilhabe für Menschen mit Down-Syndrom endlich umsetzen

Hubert Hüppe
Hubert Hüppe
Foto: Hubert Hüppe

Berlin (kobinet) Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tags, der heute am 21. März 2022 begangen wird, fordert der Berichterstatter für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss des Bundestages, Hubert Hüppe, das Recht auf Teilhabe für Menschen mit Down-Syndrom in Deutschland endlich umzusetzen. Am 21.03.2022 ist der Welt-Down-Syndrom-Tag. Er ist seit 2012 von den Vereinten Nationen anerkannt und soll die Forderung nach mehr Teilhabe von Menschen mit Down-Syndrom anmahnen.

„Menschen mit Down-Syndrom müssen in allen Lebensbereichen mitten in der Gesellschaft teilhaben können, ob in Kindertagesstätten, Schulen, der beruflichen Bildung, Arbeit, beim Wohnen oder in der Freizeit. Das ist allerdings bis heute immer noch die absolute Ausnahme. Es gilt, weiter daran zu arbeiten, bestehende Strukturen aufzubrechen und inklusive Wege zu eröffnen. Hier sind alle gefordert, Einrichtungs- und Kostenträger, Erziehungs- und Lehrpersonal, Schulleitungen und -träger, Unternehmen und Arbeitnehmervertreter, Kirchen sowie Verantwortliche in Bund, Ländern und Kommunen. Es geht auch darum, Bewusstsein für die Situation von Menschen mit Down-Syndrom zu schaffen. Die Menschen leiden nicht am Down-Syndrom, wie oft formuliert wird. Sie leiden allenfalls an oft immer noch bestehenden Vorbehalten in der Gesellschaft. Diese Vorbehalte aufzulösen wird nur gelingen, wenn eine gemeinsame Lebenswelt von Menschen mit und ohne Behinderungen selbstverständlich ist. Inklusion kann man nicht lehren, sondern nur erfahren. Die Vorbehalte gehen teilweise soweit, dass Menschen mit Down-Syndrom das Lebensrecht abgesprochen wird“, betonte Hubert Hüppe in einer Presseinformation.

Die sogenannten nicht-invasiven molekulargenetischen Pränataltests – ein Verfahren, das aus dem mütterlichen Blut die verschiedenen Trisomien und Geschlechtschromosomen feststellen kann, sind im hohen Maße diskriminierend. Sie dienen weder medizinischen noch therapeutischen Zwecken, sondern einzig und allein der Selektion von Menschen mit Down-Syndrom. Dass dies jetzt sogar Bestandteil der gesetzlichen Kassenleistung werden soll, ist alarmierend. Der Druck auf schwangere Frauen, dieses Verfahren anzuwenden, wird damit noch verstärkt. Inzwischen haben viele Menschen mit Down-Syndrom gegen diese Pränataltests protestiert. Allerdings wurden Sie bei der Beratung zur Zulassung nicht beteiligt“, kritisiert Hubert Hüppe.