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Hotel INNdependence nimmt Menschen mit Behinderung aus der Ukraine auf

Außenansicht des INNdependence Hotel Mainz
Außenansicht des INNdependence Hotel Mainz
Foto: H. Smikac

Mainz (kobinet) Am Wochenende vom 11. bis 13. März wurden im Hotel INNdependence, einem Inklusionsbetrieb der Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen (gpe) in Mainz, 18 Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen. Kurz zuvor war eine entsprechende Anfrage des rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Matthias Rösch, eingegangen. Angekommen sind Rollstuhlfahrer*innen, schwer gehbehinderte und anderweitig beeinträchtigte Menschen und ihre Familienangehörigen. Zwei weitere Rollstuhlfahrer*innen werden noch erwartet. Das Hotel INNdependence ist bis auf wenige Zimmer barrierefrei, wie die gpe in einer Presseinformation über die Hilfsaktion mitteilt.

"Der Bitte von Herrn Rösch sind wir natürlich sofort nachgekommen“, berichtet gpe-Geschäftsführer Jörg Greis. "Das Schicksal dieser Menschen, die teils unter schwierigsten Bedingungen vor dem Krieg geflohen sind, berührt uns sehr. Zudem entspricht der Gedanke, dass hier Menschen mit Beeinträchtigung anderen Menschen mit Beeinträchtigung helfen, genau unserem Verständnis von Inklusion.“ Im Hotel INNdependence arbeiten Menschen mit vorwiegend psychischer Beeinträchtigung im allgemeinen Arbeitsmarkt.

Die teilweise Traumatisierten, darunter auch Kinder, erholen sich jetzt von den Strapazen der Flucht und sind dankbar, an einem ruhigen Ort angekommen zu sein. Das Hotel-Team kümmert sich nicht nur um Unterkunft und Verpflegung, sondern auch um die weitere Zukunft der ukrainischen Gäste. Registrierung, medizinische Versorgung, Schulbesuch, Wohnungssuche und Arbeitsmöglichkeiten müssen genauso organisiert werden wie Freizeitbeschäftigungen, die die schweren Gedanken an die Heimat wenigstens zeitweise unterbrechen.

"Für uns hat es absolute Priorität, den Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen einen sicheren Aufenthalt zu bieten“, betont Jörg Greis. Zurzeit ermögliche die Buchungslage die Unterbringung in freien Zimmern. Notfalls werde man aber auch auf reguläre Buchungen verzichten, um Geflüchtete mit Behinderung aufzunehmen.

Mainz (kobinet) Kategorien Nachricht

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