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Aufruf an Träger der Behindertenhilfe zu konkreter Hilfe für behinderte Ukraine-Flüchtlige

Ukraine
Wappen der Ukraine
Foto: public domain

Lublin / Bremen (kobinet) Am Dienstag, den 2. März, haben sich Aktive vom Martinsclub Bremen auf den Weg an die polnisch/ ukrainische Grenze gemacht. In drei barrierefreien Transportern wollten diese möglichst viele Menschen mit Behinderung zusammen mit ihren Familienangehörigen nach Bremen holen, um so ihren Beitrag zur bedrohlichen Lage in Europa zu leisten. Die Situation, die sie rund um das polnische Lublin (200 km vor der ukrainischen Grenze bei Lwiw) erlebten, ist schrecklich. Menschen mit Behinderung haben kaum Möglichkeiten, die Ukraine zu verlassen. Es fehlt an den geeigneten Transportmitteln sowie Fachwissen, um diese Menschen aus ihrer Not zu retten. Nun hat der Martinsclub einen Aufruf an Träger in der Behindertenhilfe in Deutschland und ähnliche Institutionen gerichtet, um sie bei ihrem Wirken zu unterstützen.

„Es gibt an der Grenze keine organisierte und professionelle Hilfe. Wir haben uns dazu bereit erklärt, eine Überbrückungsnothilfe zu organisieren. Diese werden wir vom Wochenende bis Freitag den 18.3.2022 aufrechterhalten. Zwei Kolleg*innen befinden sich nach wie vor in Lublin. Sie haben in den vergangenen Tagen ein Netzwerk zu Hilfskräften und polnischen Organisationen aufgebaut, dass es ermöglichen kann schon jetzt viele Menschen mit Behinderung aus dem Kriegsgebiet zu evakuieren. Was fehlt sind die nötigen Transportmittel, Fahrer*innen sowie Unterbringungsmöglichkeiten in ganz Deutschland. Wir bitten Sie und Ihre Organisation sich an der Rettungsaktion zu beteiligen. Dafür haben wir die Adresse [email protected] eingerichtet. Wenn Sie die Möglichkeit haben, Menschen mit Behinderung von der Grenze abzuholen und / oder diese bei sich unterzubringen, dann beantworten Sie uns bitte folgende Fragen: Name, Telefon, E-Mail der Institution – Anzahl der möglichen Fahrten – Mögliche Abfahrt – Anzahl der Sitzplätze. Davon Plätze für Rollstuhlfahrer*innen – Anzahl der Schlafplätze. Zudem Schlafplätze speziell für Rollstuhlfahrer*innen. Sobald Sie uns diese Informationen mitteilen, werden sich unsere Kolleg*innen mit Ihnen in Verbindung setzen. Von ihnen erhalten Sie genaue Informationen über ihre Reiseroute und den Mitfahrenden“, heißt es im Aufruf des Martinsclub Bremen.

Der Martinsclub bittet darum, dass ausschließlich professionelle Institutionen den Kontakt zu ihnen aufnehmen. „Private Unterstützung hilft in dieser Situation nicht weiter. Wir hoffen auf eine große Bereitschaft“, heißt es im Aufruf.