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Hoffen auf Waffenruhe

Foto zeigt Feriedenstaube am Völkerschlachtdenkmal
Friedenstaube am Völkerschlachtdenkmal
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Die Außenminister Rußlands und der Urkaine haben heute im türkischen Urlaubsort Antalia Gespräche aufgenommen. Sie wecken weltweite Hoffungen auf ein baldiges Ende des Blutvergießens. Gestern Abend haben sich in Leipzig Menschen mit Kerzen und Liedern am Völkerschlachtdenkmal versammelt. Das Denkmal wurde mit dem Bild einer Friedenstaube angestrahlt.

Der ukrainische Chefdiplomat Dymitro Kuleba geht nach eigenen Angaben nicht mit großen Hoffnungen in das Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Er erwarte nur wenig von den ersten offiziellen Gesprächen auf Regierungsebene seit Beginn der russischen Invasion. Es geht zunächst um eine Waffenruhe und weitere Verhandlungen.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat dazu aufgerufen, das Blutvergießen zu beenden. Der Angriff auf ein Krankenhaus in der Hafenstadt Mariupol sei entsetzlich. Zivilpersonen zahlten den höchsten Preis für einen Krieg, der nichts mit ihnen zu tun habe, so Guterres. Diese sinnlose Gewalt müsse aufhören.

Russlands „ungerechtfertigte militärische Aggression gegen die Ukraine“ und deren Konsequenzen für Europas Sicherheit und Wirtschaft sowie die Millionen Flüchtenden werden ein am späten Nachmittag beginnendes Treffen im Schloss von Versailles dominieren.

Vor dieser Kulisse wird Gastgeber Emmanuel Macron mit den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union nicht nur über seine Telefonate mit Russlands Staatschef Waldimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij informieren. Frankreichs Präsident will das Projekt voranbringen, das ihn seit Jahren umtreibt: Die EU soll souveräner und widerstandsfähiger werden, damit sie auf der Weltbühne eine wichtigere Rolle spielen kann.