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Gleiche Bezahlung auch in der digitalen Arbeitswelt

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

HANNOVER (kobinet) In diesem Jahr fällt der Equal-Pay-Day, der jährlich begangen wird und nichts von seiner Aktualität verloren hat, auf den 7. März und somit drei Tage früher als im Jahr 2021. Aufgrund der weiterhin bestehenden Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, haben Arbeitnehmerinnen bis zu diesem Tag rechnerisch ohne Bezahlung gearbeitet.

Der Equal Pay Day 2022 steht unter dem Motto „Equal Pay 4.0 – gerechte Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt“. Einerseits bietet Digitalisierung gute Chancen für die Gleichstellung von Frauen im Erwerbsleben. Mobiles Arbeiten, flexible Arbeitsmodelle, digitale Unterstützung für alle Erwerbstätigen können zum Beispiel den Vereinbarkeits-Bedürfnissen vieler Familien entgegenkommen und helfen, nach und nach überholte Geschlechterrollen zu überwinden.

Aber Digitalisierung birgt auch Risiken, leider vor allem für Frauen. Sie reichen von der Gefahr der Entgrenzung zwischen Arbeits- und Privatleben durch mehr Homeoffice bis zum Beispiel dazu, dass Plattformarbeit eine Entwicklung hin zu noch mehr Mini- und Mikrojobs, befristeten Arbeitsverhältnissen oder Leiharbeit mit sich bringen kann, in der womöglich die klassischen Arbeitgeberpflichten umgangen werden. „Wir dürfen die Fehler der analogen Welt nicht in die digitale übertragen“, mahnt deshalb die Niedersächsische Gleichstellungsministerin.