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Niedersachsen setzt Förderung von Hilfsangeboten für psychisch erkrankte Geflüchtete fort

Wappen Bundesland Niedersachsen
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Foto: Gemeinfrei, public domain

Hannover (kobinet) Das Land Niedersachsen setzt die Förderung von Hilfsangeboten für psychisch erkrankte Geflüchtete "refuKey" fort. Dies teilte das niedersächsische Sozialministerium angesichts der aktuellen Lage in der Ukraine mit.

„Die schrecklichen Bilder aus der Ukraine führen es uns in diesen Tagen wieder sehr deutlich vor Augen: Menschen, die ihre Heimat aufgrund gewaltsamer Auseinandersetzungen oder anderer Krisen verlassen müssen, machen häufig traumatische Erfahrungen von Gewalt, Verfolgung und Bedrohung. Dies kann die Entstehung psychischer Erkrankungen begünstigen. Um betroffenen Geflüchteten, die in Niedersachsen Zuflucht finden, zu helfen, unterstützt das Land bereits seit 2014 die Arbeit des Psychosozialen Zentrums in Hannover (PZH), das von dem Verein Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge (NTFN) e.V. betrieben wird“, dies teilte die niedersächsische Sozial- und Integrationsministerin Daniela Behrens mit und lobte die herausragende Arbeit des Psychosozialen Zentrums.

„Durch niedrigschwellige Betreuungsangebote können viele Menschen erreicht werden. Die Einbeziehung von ehrenamtlichen Kräften sowie Migrationsberatungsstellen trägt dazu bei, Hemmschwellen bei der Inanspruchnahme von Hilfsangeboten abzubauen“, betonte die Ministerin. Um im Flächenland Niedersachsen möglichst viele Betroffene zu erreichen, wurden zusätzliche Standorte in Lüneburg, Oldenburg (Mitbetreuung der Außenstellen Cuxhaven und Bremerhaven), Osnabrück, Göttingen und Oldenburg eingerichtet. Für das sogenannte Projekt „refuKey“ stehen – zusammen mit dem Psychosozialen Zentrum in Hannover – jährlich rund drei Millionen Euro bereit.

„Die wichtigen Angebote von refuKey werden im Durchschnitt von ca. 1.600 geflüchteten Menschen im Jahr in Anspruch genommen“, betont Daniela Behrens, „insbesondere die Angebote für Kinder und Jugendliche wirken präventiv und tragen zu einer gelingenden Integration bei. Insofern bin ich froh, dass wir die Förderung des bewährten refuKey-Projektes fortführen können.“

Weitere Informationen zum Projekt „refuKey“ gibt’s unter https://refukey.org/.