Werbung:
Hilfsabfrage.de Flucht Behinderung
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Text Live-Blog Flucht und Behinderung
Springe zum Inhalt

Kommunale Verantwortung für Beschäftigung Behinderter wahrnehmen

Porträt von Maria Stafyllaraki
Maria Stafyllaraki
Foto: Anja Koehne

Kassel (kobinet) Bei der Beschäftigung behinderter Menschen wird oft auf die Beschäftigungsquote in der Privatwirtschaft oder im Landesdienst geschaut. Aber auch die Kommunen können einen wichtigen Beitrag zur Beschäftigung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und für Alternativen zur Werkstatt für behinderte Menschen leisten. Deshalb hat die Kasseler Stadtverordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Maria Stafyllaraki nun in einer Presseinformation die Erhöhung der Beschäftigungsquote der Stadt Kassel angemahnt.

"Sowohl das Jobcenter als auch die Stadt Kassel einschließlich der städtischen Beteiligungen sind aufgefordert, mit hohem Engagement dazu beizutragen, dass die Quote der Beschäftigten mit Behinderung steigt. Die Stadt Frankfurt macht es vor. Mit rund 11 % ist die Quote dort mehr als doppelt so hoch wie bei der Stadt Kassel.“ Darauf weist Maria Stafyllaraki, die behindertenpolitische Sprecherin der Kasseler Rathausfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hin . Es sei wichtig, dass Menschen mit Behinderung gerade jetzt stärker in den Fokus genommen werden, da diese von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen sind.

Dabei verweist Maria Stafyllaraki, die selbst einen Rollstuhl nutzt und um die Schwierigkeiten behinderter Menschen bei der Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weiß, auf die Mahnung des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Jürgen Drusel, dass von der Erholung des Arbeitsmarktes nach der Pandemie Menschen mit Schwerbehinderung erst zum Schluss profitieren werden. In diesem Zusammenhang betont sie, dass im grün-roten Koalitionsvertrag für Kassel die Einrichtung der Stelle der*des Behindertenbeauftragten in Abstimmung mit dem Behindertenbeirat vereinbart ist. "Ich strebe an, dass dieser Prozess nun bald beginnt. Darüber hinaus braucht es ein Konzept mit klaren Maßnahmen, um die Beschäftigtenquote von Menschen mit Behinderung bei der Stadt Kassel zu erhöhen. Dieses sollte mit einer jährlichen Berichterstattung über die Entwicklung einhergehen“, erläutert Maria Stafyllaraki ihr Anliegen. Mit ihrem Bekenntnis zur UN-Behindertenrechtskonvention bekenne sich die grün-rote Koalition auch zu dem Ziel der Konvention, Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Sektor zu beschäftigen.

"Der erste Arbeitsmarkt und ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis sind auch für Menschen mit Behinderungen die erste Wahl“, so Maria Stafyllaraki abschließend. Menschen mit Behinderung seien oft besonders qualifiziert und absolvierten mehrere Praktika oder arbeiteten in Werkstätten. Aktuell gäbe es in Deutschland im Jahresdurchschnitt rund 170.000 Menschen mit Behinderung, die ohne eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt sind.

Link zur Presseinformation der grünen Rathausfraktion in Kassel

Kassel (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sadelmw