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Triage-Situationen diskriminierungsfrei gestalten

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) "Triage-Situationen diskriminierungsfrei gestalten", so lautet der Titel einer Online-Veranstaltung am 17. Januar 2022 von 14:00 bis 16:00 Uhr, zu der der Landesbehindertenbeauftragte der Freien Hansestadt Bremen Arne Frankenstein einlädt. Gemeinsam mit einer Reihe von in diesem Bereich engagierten Akteur*innen, wie Prof. Dr. Oliver Tolmein, Nancy Poser, Hans-Günter Heiden, Corinna Rüffer, Hubert Hüppe und Jens Beeck (angefragt), greift der Landesbeauftragte damit das im Lichte der Corona-Pandemie drängende Thema der Triage auf, das viele behinderte Menschen beschäftigt. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Sigrid Arnade.

"Angesichts der andauernden Pandemie und der Überlastung des Gesundheitswesens betrachten behinderte Menschen mit Sorge, dass das Höchstmaß an diskriminierungsfreier gesundheitlicher Versorgung für sie beeinträchtigt sein könnte. Nicht mehr ausgeschlossen erscheint sogar, dass über die Bereitstellung intensivmedizinischer Versorgung im Rahmen einer Auswahl entschieden werden muss (Triage). Die Debatte darüber, wie eine Auswahl aus medizinischer und ethischer Sicht getroffen werden kann und wie ein Verfahren zur Durchführung in den Krankenhäusern aussehen kann, wurde in Deutschland durch Empfehlungen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin angestoßen. Die Empfehlungen haben seinerzeit zu erheblicher Kritik von Behindertenverbänden geführt", heißt es zum Hintergrund der Veranstaltung im Ankündigungstext.

Und weiter heißt es dort: "Vor kurzem wurden die Empfehlungen aktualisiert. Es findet sich darin der Satz, dass eine Priorisierung aufgrund einer Vorerkrankung oder Behinderung nicht zulässig sei. Vorerkrankungen seien nur dann relevant, wenn sie die Überlebenswahrscheinlichkeit hinsichtlich der aktuellen Erkrankung beeinflussen könnten. Konkret werden nun beispielhaft Erkrankungsstadien des Herzens, der Niere oder der Leber aufgezählt. Demzufolge solche, die üblicherweise zu Behinderungen führen. Mit dieser Veranstaltung wollen wir die intensiv geführte Diskussion zur Triage aufgreifen und einen Überblick über bisherige Aktivitäten, wie die Klage beim Bundesverfassungsgericht, den Runden Tisch Triage oder Initiativen auf Landesebene geben. Vor allem wollen wir aber vorausblicken, was getan werden kann, um diskriminierende Auswahlverfahren zu verhindern und wie dieses Thema von der Politik aufgegriffen und einer menschenrechtskonformen Lösung zugeführt werden kann. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!"

Link zur Veranstaltungsankündigung und dem Programm

Link zum Anmeldeformular zur Veranstaltung

Bremen (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sikxy24