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Musik für Alle – Digitaler Band-Austausch des Vereins „Handiclapped“

symbolische Gitarre mit Schriftzug HandiClapped Kultur Barrierefrei e. V.
Logo HandiClapped Kultur Barrierefrei e. V.
Foto: HandiClapped Kultur Barrierefrei e. V.

Heidelberg (kobinet) Der Verein Handiclapped veranstaltet seit 2008 barrierefreie Konzerte und setzt sich für Kultur ohne Barrieren ein. In einer digitalen Vortragsreihe des Vereins können sich seit September Bands, Musiker*innen und Musikprojekte zu bestimmten Themen austauschen.
Im vierten Teil der Reihe standen am Mittwoch (3.11.) zwei Themen auf dem Programm.

Zunächst berichtete Benjamin Strohmaier von der Kulturwerkstatt e.V. Reutlingen von der CD-Produktion „Tschüß Corona“. Unter dem Motto „Ein Lied auf CD für alle – aus der Ferne produziert“ erzählte Strohmaier, wie die neun Titel der CD unter Pandemie-Bedingungen entstanden und aufgenommen wurden. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen wurde die Teilnehmenden durchaus kreativ: Über eine geteilte Dropbox wurden die Texte gemeinsam geschrieben, Stimmen wurden über Sprachnachricht aufgenommen und per WhatsApp verschickt - Strohmaier selbst erzählt wie er mit einem Sänger über das Festnetz telefonierte, den Lautsprecher anhatte um parallel den Gesang aufzunehmen. So sollte jede*r mitmachen können unabhängig davon welches Equipment die Teilnehmenden zu Hause zur Verfügung hatten. Die Produktion sei durchaus zeitintensiv gewesen, so Strohmaier, aber es habe sich gelohnt und der Prozess ihn und die Teilnehmenden in Zeiten der Isolation motiviert. Die CD kann sich jede*r unter folgendem Link herunterladen und anhören: https://www.kulturwerkstatt.de/tschuess-corona-hallo-sampler/

Anschließend wurde ein Vortrag zum Thema „Inklusion in den Berliner Clubs“ von Markus Lau und Carsten Hirthe von der Lebenshilfe Berlin gehalten. Lau berichtete über die inklusive Party-Reihe „Spaceship“ im Berliner Club MenschMeier. Seit 6 Jahren wird die Party veranstaltet und bereits zum zweiten Mal von der Aktion Mensch gefördert. Auf den Partys treten inklusive Bands auf, aber auch DJs mit und ohne Behinderung. Als nächste Idee soll das komplette Team der Partys inklusiv sein, also beispielsweise auch Türsteher*innen und Barkeeper*innen mit Behinderungen eingestellt werden.
Carsten Hirthe erzählte anschließend von dem Musikprojekt „Ickmachwelle“. In dem Projekt werden Menschen mit und ohne Behinderung an das Produzieren von elektronischer Musik herangeführt mit dem Ziel, dass die Teilnehmenden auf Bühnen und Clubs auftreten können. Die Lebenshilfe Berlin gGmbH kooperiert für das Projekt mit dem Musiklabel Killekill UG, welches in der Musik- und Clubszene Berlins etabliert ist.

Nach den jeweiligen Vorträgen konnten sich die rund 17 Teilnehmenden digital austauschen und die Redner befragen. Dabei stand durchaus auch die Vernetzung im Vordergrund, um inklusive Musikprojekte in Deutschland bekannter zu machen und weiter zu verbreiten.

Es stehen noch zwei Termine der Vortragsreihe aus: Am 18. November stehen die Themen „Ein Lied in Leichter Sprache“ und „Auf Distanz kreativ sein – mit der App Soundtrack“ auf dem Programm (weitere Infos und Anmeldung unter: https://handiclapped-berlin.de/termine/band-austausch-folge5/). Am 7. Dezember Vorträge zu den Themen „Eine eigene Radiosendung produzieren“ und „Jamulus in Leichter Sprache“ gehalten (weitere Infos und Anmeldung unter: https://handiclapped-
berlin.de/termine/band-austausch-folge6/
). Die Veranstaltungen sind online, kostenlos und nach vorheriger Anmeldung für jede*n zugänglich.

Heidelberg (kobinet) Kategorien Bericht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sdgiu14