
Foto: Stiftung Anerkennung und Hilfe
Berlin (kobinet) "Eine wichtige Säule der Stiftung Anerkennung und Hilfe ist die wissenschaftliche Aufarbeitung, die Leid- und Unrechtserfahrungen erfassen sowie Art und Umfang der Geschehnisse darstellen soll. Mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung wird ein wesentlicher Beitrag zur Bewältigung und Aufarbeitung des Erlebten geleistet und das Leid und Unrecht öffentlich sichtbar gemacht", so heißt es in der Ankündigung einer Veranstaltung, die am 14. Oktober durchgeführt wurde und deren Aufzeichnung nun online verfügbar ist.
Während der Veranstaltung wurden die wichtigsten Ergebnisse des Forschungsberichts zur wissenschaftlichen Aufarbeitung des Leids und Unrechts, das Kinder oder Jugendliche in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie erfahren haben, vorgestellt und zum Teil sehr kontrovers diskutiert. Ein Kritikpunkt dabei war u.a., dass das Verständnis über die damaligen Zustände und das Verständnis für die damaligen Mitarbeiter*innen zum Teil zu sehr in den Mittelpunkt gestellt wurde. Zudem wurde bei der Veranstaltung deutlich, dass die damaligen Täter*innen so gut wie nicht für ihre Taten belangt wurden. Zudem wurde in einigen Beiträgen die Frage aufgeworfen, welche Konsequenzen die Ergebnisse für heutige Menschenrechtsverletzungen in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrien haben.




