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Verfassungsbeschwerde gegen den Entzug der elterlichen Sorge abgelehnt

Foto vom Bundesverfassungsgericht
Foto zeigt Bundesverfassungsgericht
Foto: Bundesverfassungsgericht

Karlsruhe (kobinet) In einem Bericht für den österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS hat die Bildungsjournalistin Brigitte Schumann über einen Konflikt zur inklusiven Beschulung und den damit verbundenen Sorgerechtsentzug in Rheinland-Pfalz berichtet. Nun hat das Bundesverfassungsgericht in dieser Sache eine Verfassungsbeschwerde abgelehnt.

"Mit am heutigen Tag veröffentlichtem Beschluss hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts eine Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, mit der sich eine Mutter und ihre mittlerweile 16-jährige Tochter, bei der ein Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen besteht, gegen familiengerichtliche Entscheidungen gewandt haben, durch die der Mutter unter anderem das Recht zur Regelung schulischer Belange sowie der Gesundheitssorge für ihre Tochter entzogen wurde", heißt es in einer Presseinformation des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Oktober.

Und weiter heißt es vonseiten des Bundesverfassungsgerichts: "Die Beschwerdeführerinnen machten vor allem eine Verletzung von Grundrechten aus Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG sowie bei der Tochter ihres Grundrechts aus Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG geltend. Sie stützten sich zudem auf einen von ihnen in Art. 24 des Übereinkommens der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenkonvention - BRK) verorteten Anspruch der Tochter auf inklusive Beschulung. Die Verfassungsbeschwerde, mit der das Bundesverfassungsgericht nicht über die Bedeutung von Art. 24 BRK für in Schulausbildung befindliche Menschen mit Behinderungen im innerstaatlichen Recht zu entscheiden hatte, blieb erfolglos. Die Begründung der Verfassungsbeschwerde und die dazu vorgelegten, eine vollumfängliche Überprüfung der angegriffenen fachgerichtlichen Entscheidungen nicht ermöglichenden Unterlagen ließen eine Verletzung von Grundrechten der Beschwerdeführerinnen nicht erkennen."

Link zur Presseinformation des Bundesverfassungsgerichts und der Darstellung des Sachverhalts

Link zum BIZEPS-Bericht von Brigitte Schumann

Karlsruhe (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/soxz468