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Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Bodenseeregion gegründet

Thomas Schalski
Thomas Schalski
Foto: privat

Oberteuringen (kobinet) Der Verein Bürger für Bürger Oberteuringen und engagierte Bürger*innen aus dem Bodenseekreis haben das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Bodenseeregion als Verein gegründet. Zur Zeit wird die Eintragung ins Vereinsregister vorangetrieben. Die Gemeinnützigkeit beim Finanzamt ist beantragt. Durch die Corona Pandemie hatte sich die Vereinsgründung leider verzögert, wie Thomas Schalski berichtet, der zusammen mit Ingrid Henning in den Vorstand des neuen Vereins gewählt wurde.

Zentren für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) sind Organisationen von Menschen mit Behinderung, die sich für die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben engagieren. Der Dachverband ist die Interessensvertretung Selbstbestimmtes Leben in Deutschland (ISL) (www.isl-ev.de). Das ZSL Bodenseeregion wird Menschen mit Behinderungen beraten und dabei begleiten, ihre Leistungsansprüche für ein selbstbestimmtes Leben durchzusetzen. Des weiteren wird das ZSL Bodenseeregion Inklusionsprojekte anbieten. Das konkret geplante Projekt ist eine Kreativwerksatt für Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung. In der Kreativwerkstatt kann man gemeinsam malen, werken, schreiben etc. Es soll ein Begegnungsort für alle Menschen werden. Das ZSL Bodensee ist bei der Mitgliederversammlung der ISL am 24. September als Vollmitglied aufgenommen worden, berichtet Thomas Schalski.

Die Idee für die Kreativwerkstatt wurde von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen angeregt und soll das Ziel haben mit Malen, Basteln, Holzwerken aber auch mit Schreiben künstlerisch tätig zu werden. Das Projekt soll der Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung dienen. Wie wichtig so etwas am Bodensee ist, zeige die Absage für eine potentielle Werkstatt durch eine Vermieterin an eine Projektmitarbeiterin. "Diese Vermieterin möchte die Werkstatt nicht an Menschen mit psychischen Problemen vermieten, wir sollten lieber mit dem Projekt in die psychiatrische Tagesklinik gehen, da wären wir besser mit einem solchen Angebot aufgehoben. Solche Bemerkungen zeigen uns, dass der Weg zur Inklusion für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen noch weit ist. Fördermittel sind beantragt und wir suchen eine Werkstatt in Friedrichshafen", betont Thomas Schalski.

Link zu einem Bericht der Schwäbischen Zeitung über die Initiative

Oberteuringen (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sbdjq49