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Berliner Kurier über Lufthansa-Weigerung

Foto zeigt Andrea Schatz
Andrea Schatz
Foto: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Der Berliner Kurier berichtet über das diskriminierende Verhalten der Lufthansa, das einer Passagierin im Rollstuhl widerfahren ist.

"Andrea Schatz fühlt sich gedemütigt und diskriminiert. Als die 63-Jährige aus Karlshorst am 15. August von einem Besuch bei ihrer Freundin in Toulouse in Frankfurt zwischenlandete, erlebte sie am Flughafen eine Odyssee. Beim Einchecken am Gate ihres Anschlussflugs mit der Deutschen Lufthansa nach Berlin weigerte sich der Pilot, die Rollstuhlfahrerin mitzunehmen, obwohl die erforderliche Transportgenehmigung für ihr Hilfsmittel vorlag", heißt es in dem ausführlichen Bericht.

Stattdessen blieb sie am Flughafen als einzige Passagierin allein zurück und wurde von der Airline in einem Hotel in einem nicht rollstuhlgerechten Zimmer untergebracht. „Mir hatte es sprichwörtlich die Sprache verschlagen. Ich bin seit 30 Jahren in der Behindertenbewegung. So ein behindertenfeindliches Verhalten habe ich noch nicht erlebt“, zitiert das Blatt Andrea Schatz.

Weder auf vorherigen Flügen mit anderen Airlines noch auf den weiteren Teilstrecken bei ihrer zweiwöchigen Reise gab es Probleme mit ihrem Rollstuhl. Doch in Frankfurt wurde ihr nach der Landung aus Toulouse am Gate der Weiterflug nach Berlin verweigert. Ein Mobilitätsservice fuhr sie gegen Mitternacht zu einem Hotel in Flughafennähe.

„Ohne WC-Haltegriffe und mit so hohem Waschbecken, dass ich nicht herankam“, berichtet Andrea Schatz. Da ihr Gepäck bereits an Bord war, hatte sie noch nicht einmal ihre notwendigen Medikamente und ihr Ladekabel für ihr Handy dabei. Um diese Uhrzeit hat sie im Hotel auch nichts mehr zu essen bekommen.

Berlin (kobinet) Kategorien Bericht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sfkrvx3