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Spannende Spiele der Blindenfußball-Bundesliga

Szene des Spieles FC Sankt Pauli gegen Borussia Dortmund
Szene des Spieles FC Sankt Pauli gegen Borussia Dortmund
Foto: Carsten Kobow

HENNEF / TRIER (kobinet) Bei den drei Spielen in der Blindenfußball-Bundesliga auf dem Viehmarkt am Rande der Trierer Altstadt kam es zu interessanten Spielen und spannenden Wettkämpfen. Dieser Spieltag hatte im Rahmen der Fußball-Inklusionstage „ZusammenSPIEL“ der DFB-Stiftung Sepp Herberger stattgefunden, die mit Unterstützung des Fußballverbandes Rheinland und der Stadt Trier ausgerichtet wurden.

In diesen Spielen hatte der FC St. Pauli den Borussia Dortmund klar mit 4:0 besiegt. Die Mannschaft der SG Fortuna Düsseldorf/1. FC Düren verlor gegen FC Schalke 04 mit 0:6 Toren und MTV Stuttgart konnte den Hertha BSC mit 7:2 besiegen.

Die Partie zwischen BG Blista Marburg und Liganeuling BSV 1958 Wien musste wegen Corona-Fällen im Team der Österreicher abgesagt werden. Der nächste Spieltag findet am 18./19. September beim MTV Stuttgart statt.

Als Spieler, der alle überragte präsentierte sich der junge Hamburger Stürmer Tönsing, der bereits mit 13 Jahren in der Bundesliga debütiert hatte. Inzwischen ist Tönsing 21 Jahre und wird immer besser. Vor dem 1:0 kontrollierte er einen Pass des Dortmunders Hassan Altinbas und schloss nach kurzem Dribbling sofort ab. So schaut ein gelungenes Umschaltspiel beim Blindenfußball aus. Seinen Linksschuss zum 2:0 setzte er knallhart in den Torwinkel. Besser hätte kein Sehender treffen können.

Als herausragende Spieler ist auch Katharina Kühnlein zu nennen, eine der wenigen Frauen in der Liga. Sie erzielte fünf Tore für den FC Schalke.

Nur die Topteams der Liga – der FC St. Pauli, Titelträger MTV Stuttgart und Blau-Gelb Blista Marburg - setzen offensiv nicht nur auf Einzelgänge, sondern auch auf Abspiele und Pässe hinter die Verteidigerkette. Auffällig bei den Kiezkickern sind die Chips in Richtung eines im Strafraum postierten Stürmers. „Beim rollenden Ball hört man die Rasseln. Der fliegende Ball ist viel stiller. Das erschwert den Verteidigern die Reaktion“, erklärt der neue Bundestrainer Martin Mania diese Variante im Hamburger Offensivspiel.

Gerade die Mischung aus erfahrenen Spielern wie Russom und Fangmann sowie den jüngeren Taime Kuttig und Alican Pektas (beide Marburg) und ganz jungen Talenten wie Tönsing lässt Martin Mania zuversichtlich in die Zukunft blicken: „Wir erleben doch gerade bei den Paralympics, dass viele Topteams beim Blindenfußball in die Jahre gekommen sind“.

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Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/setu260