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Umfrage: Wie finden Sie die neuen Züge LINT 54 ins bayrische Oberland?

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Foto: ht

Lenggries (kobinet) "Wie finden Sie die neuen Züge 'LINT 54“ der BRB ins bayrische Oberland?" Die Arbeitsgruppe "BRB barrierefrei" und die Bürgerinitiative "Endstation LINT“ rufen zu einer Umfrage auf, auf die Markus Ertl vom Verein UNgehindert mit folgendem Bericht aufmerksam macht. Markus Ertl setzt sich schon seit längerem für Barrierefreiheit bei der Bayerischen Regionalbahn ein.

Bericht von Markus Ertl

Nach einem ersten Protest formierte sich eine Arbeitsgruppe mit dem Namen BRB barrierefrei und auch eine Bürgerinitiative Endstation Lint. Zweitere ist eine Initiative von lärmgeplagten Anwohnern der Strecke, die seit der Einführung der Züge mit einer unerträglichen Lärmemission konfrontiert wird. Ziel der Umfrage ist es, den versprochenen Quantensprung durch die Einführung der neuen Triebwagen LINT 54 durch die Anwohner und die Fahrgäste beurteilen zu lassen. Dabei dürfen sich die Züge der neuen Flotte "LINT 54“ mit den ausgemusterten Zügen der Bayrischen Oberlandbahn BOB, heute Bayerische Regiobahn BRB messen.

Im August 2020 organisierte der Verein UNgehindert einen ersten Protest gegen die Einführung der neuen Züge und es beteiligten sich daran zahlreiche Menschen aus der Region und bundesweit aktive Behindertenverbände. Nach diesem Protest wurde durch die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner an einen runden Tisch gebeten, an dem die beteiligten Parteien mögliche Verbesserungen erörterten. Beide Male berichteten die kobinet-nachrichten darüber.

Das kritisierte Verkehrsunternehmen zieht sich stets auf die komfortable Position zurück, dass die Züge der vorgegebenen europäischen Norm TSI_PRM entsprächen und diese auch durch das Eisenbahn-Bundesamt zuglassen wären. Zudem wird gebetsmühlenartig verkündet, dass Menschen mit Behinderungen immer auf den Zügen willkommen wären und stets auf die Unterstützung durch die Mitarbeiter zählen könnten, auch ohne sich vorher anzumelden.

Die Arbeitsgruppe BRB barrierefrei hegt großen Zweifel, ob die Züge wirklich diese Zulassung hätten bekommen dürfen, da einiges in den neuen Zügen nicht den geforderten Normen entspricht. Auch wurden bereits einige Vorfälle bekannt, bei denen speziell die Einstiegssituation unfallträchtig war oder der versprochene Service einer Mobilitätshilfe nicht erfüllt wurde.

Die Ergebnisse einer Umfrage durch die BRB wurde an einem weiteren runden Tisch als Argument für die neuen Züge präsentiert. Der Arbeitsgruppe "BRB barrierefrei“ und der Bürgerinitiative "Endstation Lint“ waren die Umfrage-Punkte zu eng gefasst, um die Aussage, die neuen Züge wären gegenüber den alten ein echter Quantensprung, nachvollziehen zu können. Deshalb gibt es jetzt die Umfrage, welche neben Qualität, Preis-Leistung, Fahrkomfort, Sauberkeit auch nach der Barrierefreiheit und einer Lärmemission fragt.

Alle Anwohner*innen und Fahrgäste auf dieser Strecke sind herzlich eingeladen, sich an dieser Umfrage zu beteiligen.

Und hier geht es zur Umfrage: https://bit.ly/3tXIbEh

Und da uns alle Meinungen wichtig sind, gibt es die Umfrage auch in Leichter Sprache: https://bit.ly/31mQWLy

Lenggries (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sdhorz9