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Arbeitsmarktprogramm für schwerbehinderte Menschen in Bremen

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Foto: Susanne Göbel

Bremen (kobinet) Die Bremer Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport teilte am 7. April 2021 mit, dass das "Arbeitsmarktprogramm Inklusive Ausbildung“ modifiziert und bis zum 31.12.2023 verlängert wurde. Darüber berichtet Henry Spradau für die kobinet-nachrichten.

Bericht von Henry Spradau

Schwerbehinderte Menschen haben auf dem Arbeitsmarkt bei Ausbildung und Beschäftigung besondere Schwierigkeiten. Das Programm soll dazu dienen, Hemmschwellen für die Beschäftigung abzubauen und schwerbehinderten Menschen den Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern. Das Programm bietet Arbeitgebern eine unkomplizierte Möglichkeit, schwerbehinderte Menschen als Auszubildende oder Beschäftigte kennenzulernen; neben unbefristeten können nämlich auch befristete Arbeitsverhältnisse gefördert werden.

Das Programm war bereits 2018 angelaufen.

Finanziert wird es aus Mitteln der Ausgleichsabgabe des Landes Bremen, die das Amt für Versorgung und Integration Bremen (AVIB) verwaltet. Die Ausgleichsabgabe wird von Betrieben gezahlt, die nicht die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl schwerbehinderter Menschen beschäftigen. Für den Zeitraum 2018 bis 2023 stehen insgesamt 3,2 Millionen Euro zur Verfügung; davon sind 1,43 Millionen bereits abgeflossen.

Mit Lohnkostenzuschüssen bis zu 100 Prozent vom Brutto-Arbeitsentgelt bekommen Arbeitgeber einen Anreiz, schwerbehinderte Menschen auszubilden und zu beschäftigen. Die Förderung kann jetzt für 9 statt bisher 6 Monate in Anspruch genommen werden. Für darüber hinausgehende Beschäftigung bis zu 9 weiteren Monaten wird die Förderung von bislang 50 auf nun 75 Prozent aufgestockt. Insgesamt sind damit 18 Monate förderfähig, bislang waren es maximal 12 Monate. Für Ausbildungsverhältnisse ist wie bisher eine Förderung über 24 Monate mit bis zu 500 € monatlich möglich. Aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Land Bremen, vertreten durch das AVIB, und der Arbeitsverwaltung wird das Programm von der Arbeitsagentur Bremen-Bremerhaven und den beiden Jobcentern Bremen und Bremerhaven durchgeführt.

Die Anträge sind von den Arbeitgebern je nach Zuständigkeit im Einzelfall entweder bei der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern zu stellen.

Bremen (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sglmpy9