Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Banner kobinet unterstützen
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

Gezieltes Impfen braucht eine bessere Datenlage

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

HANNOVER (kobinet) Internationale Studien legen nahe, dass sozial benachteiligte Menschen öfter erkranken. Das Problem in Deutschland aus Sicht des Sozialverband Deutschland in Niedersachen: Lediglich Bremen und Berlin haben dazu bislang Daten erhoben. Deshalb fordert dieser Sozialverband, dass es auch in Niedersachsen eine entsprechende Untersuchung geben muss. Nur so kann aus Sicht des Verbandes gezielter geimpft und getestet werden.

Wer nur über ein geringes Einkommen verfügt, muss häufiger den öffentlichen Personennahverkehr nutzen und kann oft aufgrund seines Jobs seltener im Homeoffice arbeiten. In vielen Fällen wohnen Betroffene auch aufgrund hoher Mieten beengter. Internationale Studien aus Großbritannien und den USA legen nahe, dass gerade diese Personengruppe deshalb einem größeren Risiko ausgesetzt ist, sich mit Corona zu infizieren.

„Wenn man wüsste, welche Menschen in Niedersachsen neben den bisher bekannten Personengruppen besonders gefährdet sind, könnte man sie besser vor einer Infektion schützen und die Ausbreitung insgesamt eindämmen“, sagt Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Deshalb müsse das Land dringend Daten zum sozialen Status erheben.

„Mit einer solchen Grundlage könnte man dann entsprechende Schritte einleiten, zum Beispiel gezielter testen und impfen“, so Sackarendt. In Berlin und Bremen gebe es inzwischen solche Daten, Niedersachsen müsse schnellstmöglich nachziehen.

HANNOVER (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/scpry40