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Linke warnt vor drohender Altersarmut

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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Mit dem Blick auf die Ergebnisse des veröffentlichten Datenreports 2021 verweist die Bundestagsfraktion der Partei DIE LINKE auf soziale Ungleichheit und die Gefahr einer drohenden breiten Altersarmut. Vertreter dieser Partei heben hervor, dass jeder Sechste unterhalb der Armutsschwelle lebt und sich das Armutsrisiko verfestigt hat.

Fast ein Drittel der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland bekommt nach 45 Berufsjahren eine Rente von weniger als 1.100 Euro netto, darauf verweist der langjährige Co-Vorsitzende dieser Partei, Diemar Bartsch und erklärt: "Rund 6,3 Millionen Arbeitnehmer in Vollzeit bezogen im Jahr 2019 einen Bruttomonatslohn von weniger als 2.650 Euro, was zu nach 45 Arbeitsjahren zu einer Bruttorente in Höhe von unter 1.200 Euro führt. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung bleiben netto rund 1.100 Euro Rente monatlich. Dies entspricht in etwa dem Schwellenwert der Armutsgefährdung".

Susanne Ferschl, die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, stellt mit Blick auf die Zahlen des Datenreport fest:"Nicht zufällig hat sich in den letzten 20 Jahren der Anteil derjenigen, die dauerhaft von Armut bedroht sind, mehr als verdoppelt. Das ist das Ergebnis einer jahrelangen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, die konsequent auf Deregulierung setzte. Damit macht der Datenreport deutlich: Die Verantwortung dafür, dass die Pandemie vor allem die unteren Einkommensschichten am härtesten trifft, liegt bei der Bundesregierung. Dass die Gesellschaft durch Corona ungleicher geworden ist, hängt entscheidend mit der bestehenden Ungleichheit vor der Pandemie zusammen".

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

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