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Übertragungen von Debatten im Bundestag werden barrierefreier

Porträt Dr. Matthias Bartke
Dr. Matthias Bartke
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet) Die Übertragung der Bundestagsdebatten wird barrierefreier. Künftig werden sämtliche Debatten des Deutschen Bundestags live untertitelt. Überdies werden die Kernzeitdebatten des Bundestages Donnerstag- und Freitagsvormittag in die Deutsche Gebärdensprache verdolmetscht. Dies teilte der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, Dr. Matthias Bartke von der SPD, mit und freut sich, dass es endlich eine bessere politische Teilhabe für gehörlose Menschen gibt.

Am morgigen Freitag, den 12. Februar, geht es los. Die erste Kernzeitdebatte wird regulär live in die Deutsche Gebärdensprache verdolmetscht. Matthias Bartke hatte sich in den letzten Jahren für die Barrierefreiheit des Bundestagsfernsehens eingesetzt.

"Gehörlose und Schwerhörige haben das gleiche Recht auf volle politische Teilhabe wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger. Es war nicht in Ordnung, dass gehörlose Menschen bislang nur einen Bruchteil der Bundestagsdebatten direkt verstehen konnten. Daher habe ich mich in dieser Legislaturperiode massiv für eine Ausweitung der barrierefreien Übertragung der Debatten eingesetzt. Das ist mir auch gelungen", erklärte Matthias Bartke. Nachdem der Haushaltsausschuss die Mittel bewilligt hatte, habe es lange gedauert, bis bei dem europaweiten Ausschreibungsverfahren ein Anbieter gefunden werden konnte, der das beachtliche Volumen von 800 bis 1.000 Stunden Live-Bildmaterial stemmen konnte.

"Es ist großartig, dass nun alle Bewegtbilder, die der Bundestag sendet, untertitelt werden. Dies entspricht mehr als dem Dreifachen der vorherigen Untertitelung. Davon profitieren Menschen, die nicht hören können, aber auch alle anderen, die die Debatten ohne Ton verfolgen wollen, z. B. wenn sie unterwegs auf ihren Smartphones die Videos schauen", erklärte Matthias Bartke.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

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