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Rheinland-Pfalz: Verfahren für Impf-Einzelentscheidungen entwickelt

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Foto: Susanne Göbel

Mainz (kobinet) Bei der Priorisierung innerhalb der COVID-19- Impfempfehlung der Ständigen Imkommission (STIKO) können nicht alle Krankheitsbilder oder Impfindikationen berücksichtigt werden. Deshalb sind Einzelfallentscheidungen möglich. Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler informierte nun darüber, dass Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Ernst Merz, dem früheren langjährigen Präsidenten des Landessozialgerichtes Rheinland-Pfalz, ein ent­sprechendes Verwaltungsverfahren entwickelt hat, um Personen, die nicht explizit in der Empfehlung der STIKO genannt sind, in die jeweilige Priorisierungskategorie einzuordnen.

"Dies betrifft beispielsweise Personen mit seltenen, schweren Vorerkrankungen, für die bisher zwar keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz bzgl. des Verlaufes einer COVID-19-Erkrankung vorliegt, für die aber ein erhöhtes Risiko angenommen werden kann“, erläuterte die Ministerin. Ein entsprechendes Antragsformular werde voraussichtlich bis Ende der Woche auf der Internetseite des Ministeriums zur Verfügung gestellt, wie das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium mitteilte.

In Rheinland-Pfalz gab es bisher insgesamt 139.626 Corona-Schutzimpfungen, davon 59.623 in Pflegeinrichtungen (31.379 Bewohnerinnen und Bewohner und 28.244 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), 16.651 in Krankenhäusern sowie 63.153 Impfungen in den Impfzentren des Landes. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler betonte dabei die hohe Priorität der Zweitimpfungen. "In den Alten- und Pflegeheimen wurden bereits 4.053 Zweit­impfungen vollzogen, auch in den Krankenhäusern gab es inzwischen bereits 787 Zweitimpfungen.“

"Unser Ziel, bis Ende Januar 100.000 Menschen zu impfen, haben wir trotz aller Lieferengpässe bereits deutlich erreicht und bei den Impfungen in den Pflegeeinrichtungen kommen wir sehr gut voran. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch unser Ziel, bis Anfang Februar Impfungen in allen Einrichtungen durchgeführt haben, erreichen werden. Bislang konnten bereits Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiter in 416 der aktuell 474 stationären Pflegeeinrichtungen im Land geimpft werden“, lautete die Zwischenbilanz von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Die Ministerin wies erneut darauf hin, dass es nach wie vor seitens des Bundes keine Angaben zu Liefermengen und -daten für Lieferungen des Impfstoffes Biontech nach dem 15. Februar gibt. „Damit fehlt uns als Land weiterhin die Sicherheit für die Planung der weiteren Impfungen. Gemeinsam auch mit anderen Bundesländern habe ich mich im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz erneut dafür eingesetzt, dass es schnell Planungssicherheit zu den Impfstofflieferungen geben muss“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Mainz (kobinet) Kategorien Nachricht

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