Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

Gutscheine für FFP2-Masken

Foto zeigt Journalist mit Maske
kobinet-Korrespondent mit Maske
Foto: sch

Berlin (kobinet) Die Krankenkassen haben damit begonnen, Gutscheine für FFP2-Masken zu verschicken. Auf Initiative der Bundesregierung bekommen besonders durch das Corona-Virus gefährdete Bürgerinnen und Bürger zwei Gutscheine für jeweils sechs FFP2-Masken. 34 Millionen Menschen werden in Kürze entsprechende Post von ihrer Krankenkasse erhalten.

Das geht auf einen Beschluss aus dem Dezember zurück, als erstmals in Apotheken kostenlos FFP2-Masken für diese Personengruppe verteilt worden sind. Es steht also nicht im Zusammenhang mit der aktuellen bayerischen Entscheidung zum verpflichtenden Tragen einer FFP2-Maske im Einzelhandel und im ÖPNV. Da zu Beginn nicht alle gleichzeitig bedient werden können, wird die Verteilung – ähnlich wie bei der Impfung – nach medizinischer Priorität in Tranchen gestaffelt durchgeführt.

Die Patientenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Martina Stamm-Fibich, äußerte dazu: „Die Bundesregierung hat erkannt, dass besonders durch die Pandemie gefährdete Bevölkerungsgruppen zusätzlich Unterstützung benötigen. Die Nutzung von FFP2-Masken vermindert das Risiko einer Ansteckung erheblich. Leider sind die FFP2-Masken aufgrund der hohen Nachfrage und der dadurch gestiegenen Preise für viele Menschen eine große finanzielle Belastung. Die Gutscheine sollen hier Entlastung schaffen.“

Kritisch sieht die sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete die von der bayerischen Landesregierung erlassene Regelung, die das Tragen von FFP2-Masken in Bayern beim Einkauf und im ÖPNV für alle Bürgerinnen und Bürger verpflichtend macht. Dies sei nicht zu Ende gedacht.

Die Regelung habe sich bereits jetzt in einer substantiellen Erhöhung der Preise für FFP2-Masken niedergeschlagen. Es werden teilweise Preise von bis zu 4.50 Euro pro Maske aufgerufen.

"Diese finanzielle Mehrbelastung ist für Geringverdiener nicht zu schultern. Ich fordere die bayerische Landesregierung deshalb dazu auf Maßnahmen zu erlassen, die die Bürgerinnen und Bürger diesbezüglich spürbar entlasten“, so Martina Stamm-Fibich, die den Wahlkreis 242 (Erlangen) in Berlin vertritt.

RKI zur Corona-Lage heute

Berlin (kobinet) Kategorien Bericht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sahn123