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Erste Radiosendung vor 100 Jahren

Foto zeigt ein DAB-Radio
Radio heute
Foto: sch

Berlin (kobinet) Am 22. Dezember 1920 haben Mitarbeiter der Reichspost ein „kleines, bescheidenes Weihnachtskonzert“ gesendet. Diese Sendung vom Funkerberg in Königs Wusterhausen gilt als Geburtsstunde des Rundfunks in Deutschland. Heute will kaum einer auf das Radio verzichten.

"Es war nie weg und erlebt aktuell eine regelrechte Renaissance: das Radio", sagt Anja Schaluschke, Direktorin des Museums für Kommunikation Berlin, in einem Gastbeitrag für Deutschlandradio. Heute belebe die Digitalisierung die Diskussion um die Brecht’sche Forderung nach dem Radio als Kommunikationsapparat.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk zählt aufgrund des „Staatsvertrags über den Rundfunk im vereinten Deutschland“ von 1992 zur Grundversorgung der Bundesbürger: Er soll staatsfern, divers und unabhängig informieren, Bildung, Beratung, Unterhaltung und Kultur anbieten und so unter anderem den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

Der Medienvertrag 2020, der eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent vorsieht, wurde in Magdeburg zunächst gestoppt. Darüber freut sich allein die sogenannte Alternative für Deutschland, die schon lange eine Kampagne gegen die Rundfunkgebühren angezettelt hat und den nach ihrer Ansicht linkslastigen "Staatsfunk" abschaffen will.

Das Bundesverfassungsgericht muss es nun richten. ARD, ZDF und Deutschlandradio brauchen die Rundfunkgebühren gemäß dem Vertrag, den bis auf Sachsen-Anhalt alle anderen 15 Bundesländer wollen.

„Radio“ hat weiterhin Potenzial, so Anja Schaluschke. Das zeige nicht nur die wachsende Zahl der Hörerschaft der vergangenen Monate und das damit einhergehende gesteigerte Vertrauen in das verlässliche und lebensbegleitende Medium.

Berlin (kobinet) Kategorien Bericht

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