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Corona darf nicht zu Verlust von Arbeit und Versicherung führen

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HÜRTH (kobinet) Der Landesverband der Lebenshilfe in Nordrhein-Westfalen befürchtet, dass die Corona-Einschränkungen für Menschen mit Behinderung zum Verlust von Arbeitsplatz und Krankenversicherung führen könnten, wenn Menschen mit Behinderung aus Angst vor einer Corona-Infektion nicht zur Arbeit in die Werkstätten gehen. Der Landesverband appelliert deshalb an die Landschaftsverbände (LVR / LWL) und die Betreiber der Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Nordrhein-Westfalen, gemeinsam pragmatische Lösungen für Menschen mit Behinderung bei diesen Befürchtungen zu finden.

Dem Landesverband Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen liegen demnach Informationen vor, dass Menschen mit Behinderung der Verlust des Arbeitsplatzes und sogar der Verlust der Krankenversicherung drohen, wenn diese aus Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus nicht in die Werkstätten für Menschen mit Behinderung gehen. Angehörige melden, dass sie Schreiben erhalten, in denen der Verlust des Arbeitsplatzes angekündigt wird.

Rechtlich handeln die Landschaftsverbände sowie die Werkstätten auch aus Sicht der Lebenshilfe korrekt. Der Landesverband der Lebenshilfe appelliert dennoch an alle Beteiligten, mit Augenmaß zu handeln und zu entscheiden. Dazu gehört immer auch, so fordert die Lebenshilfe, die Begleitung durch den Sozialen Dienst der Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die das individuelle Umfeld kennen.

Pragmatische Lösungen könnten aus Sicht der Lebenshilfe auch Möglichkeiten der Heimarbeit sein, die geprüft werden sollen.

"Der zeitweilige Verlust des Arbeitsplatzes mit allen daraus resultierenden Konsequenzen kann immer nur der wirklich allerletzte Schritt sein. Ein Fehlen aus Angst vor Ansteckung kann da doch nicht ausschlaggebend sein“, sagt Bärbel Brüning, Landesgeschäftsführerin Lebenshilfe NRW.

HÜRTH (kobinet) Kategorien Nachricht

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