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Uneinigkeit über Tarif für Pflege

Porträtfoto Hubertus Heil
Porträtfoto Hubertus Heil
Foto: Rolf Barthel

BERLIN (kobinet) Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat an die kirchlichen Wohlfahrtsverbände appelliert, einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für die Pflege nicht zu blockieren. Dem Anliegen der Allgemeinverbindlichkeit widerspricht jedoch der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB).

"Wir alle wissen, dass wir im Interesse der Fachkräftesicherung zukünftig bessere Löhne und Arbeitsbedingungen in der Pflege brauchen", sagte Heil dem Evangelischen Pressedienst (epd).Ein Weg zu diesem Ziel sei ein bundesweiter Tarifvertrag für die gesamte Branche: "Nachdem sich in einem ersten Schritt die Tarifparteien geeinigt haben, kommt es nun auf die Unterstützung und Zustimmung der Kirchen an."

Dieses Bemühen kommentiert Thomas Knieling, der Bundesgeschäftsführer des VDAB mit den Worten:„Der Appell von Minister Heil zeigt auf ein Neues die Widersinnigkeit des gesamten Vorhabens eines Zwangstarifs für die Pflege. Wenn eine kleine Minderheit auf der Arbeitgeberseite bei ihrem Tarifdiktat von dem Wohlwollen der Wohlfahrt abhängig ist, dann offenbart das den Fehler im System. Die Tatsache, dass der zuständige Minister ausgerechnet den Teil der Arbeitgeber, die bereits einen Tarifvertrag haben, zur Zustimmung eines allgemeinverbindlichen Tarifwerks für die gesamte Branche auffordert, ist an Ironie nicht zu überbieten".

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