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Inklusive Teilhabe weiterhin lückenhaft

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Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Mit Blick auf den Tag der Menschen mit Behinderung macht der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen deutlich, dass Bildung, Ausbildung und Beschäftigung in unserem Bundesland immer noch weit von einer gleichberechtigten, inklusiven Teilhabe entfernt sind und fordert ein Gesamtkonzept für Bildung, Ausbildung und Beschäftigung.

„Dass es bei allen Stationen einer üblichen Bildungsbiografie Mängel gibt, bestätigte zuletzt insbesondere der Teilhabebericht NRW“, so der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge. „Trotz zahlreicher guter Programme und Initiativen fehlt es demnach weiterhin an einem Gesamtkonzept für diese zukunftsweisenden Bereiche“, betont Vöge.

Host Vöge beschreibt die Situation mit den Worten: "Während beispielsweise die Zahl der Auszubildenden zwischen 2010 und 2016 insgesamt um rund 31 Prozent zugenommen hat, sank die derjenigen mit Behinderung im gleichen Zeitraum um 25 Prozent. Zudem liegt der Anteil beim Erwerb eines Abiturs oder Fachabiturs um mehr als 50 Prozent unter dem der Klassenkameradinnen und Klassenkameraden ohne Beeinträchtigungen".

„Neben dem Abbau von Barrieren in den Schulen setzen wir uns daher vor allem für eine verpflichtende Vorbereitung der Bildungsfachkräfte auf den inklusiven Unterricht wie auch für eine umfangreichere Einbindung sonderpädagogischen Personals ein“, erklärt Horst Vöge.

Der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen betont außerdem, dass sich die Anzahl und Dauer der Arbeitslosigkeit - entgegen des allgemeinen Trends - erhöht hat und stellt fest: „Während die Erwerbsbeteiligung von Menschen ohne Behinderung 75 Prozent beträgt, sind es bei ihren Kolleg*innen mit Beeinträchtigungen gerade mal 51 Prozent.“ Um die Chancen auf eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verbessern, fordert Horst Vöge zum einen den stärkeren Ausbau von Inklusionsbetrieben und deren nachhaltige Finanzierung.

DÜSSELDORF (kobinet) Kategorien Nachricht

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