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Recht auf Teilhabe endlich umsetzen

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DÜSSELDORF (kobinet) Der erste Teilhabebericht der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat nach Einschätzung des Landesverbandes des Sozialverband Deutschland einmal mehr bestätigt, dass die Menschen mit Beeinträchtigungen in Nordrhein-Westfalen auch nach wie vor in vielen Lebensbereichen behindert werden. Zum Tag der Menschen mit Behinderung fordert der SoVD die Landesregierung auf, das Recht auf Teilhabe endlich umzusetzen.

"Ob im Bereich Bildung, Arbeit, Wohnen oder im Gesundheitswesen - überall haben behinderte Menschen mit Benachteiligungen zu kämpfen", erklärt der Landesvorsitzende des SoVD NRW, Franz Schrewe.

Land und Kommunen müssten endlich gemeinsam einen „Aktionsplan inklusive Bildung“ mit Zielperspektiven und systematischen Schritten auf dem Weg hin zur „Einen Schule für alle“ aufstellen, in der auch alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft individuell sowie ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechend angenommen und gefördert werden.

Schwerbehinderte Menschen sind in Nordrhein-Westfalen aber auch überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. Der SoVD NRW fordere daher, einen Maßnahmenplan zum Abbau der Erwerbslosigkeit Schwerbehinderter unter Beteiligung von Gewerkschaften, Interessenvertretungen behinderter Menschen und Wirtschaftsverbänden zu entwickeln und umzusetzen, der insbesondere die privaten Arbeitsgeber in die Pflicht nimmt.

Auch müsse die Landesregierung ihren wohnungspolitischen Kurs dringend ändern, so Schrewe weiter: "Der bisherige Kurs sorgt nämlich nicht dafür, dass bezahlbare und barrierefreie Wohnungen entstehen, im Gegenteil. Barrierefreies Wohnen gemäß DIN-Normen muss endlich allgemeiner Standard werden."

Die Landesregierung müsse nach den Worten des SoVD-Vertreters dafür sorgen, dass Barrieren in Nordrhein-Westfalen systematisch erfasst und dann konsequent beseitigt werden. Und schließlich müsse dafür gesorgt werden, dass alle Einrichtungen des Gesundheitswesens barrierefrei auffindbar, zugänglich und nutzbar werden.

"Gleichberechtige Teilhabe für behinderte Menschen kann man nicht länger auf die lange Bank schieben. Es geht schließlich um die Gewährung von Menschenrechten - und die sind nicht verhandelbar", so das Fazit des Landesvorsitzenden.

DÜSSELDORF (kobinet) Kategorien Nachricht

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