
Foto: ENIL
Brüssel (kobinet) In seinem abschließenden Bericht ruft die Koordinationsgruppe des COVID-19 Disability Rights Monitor (DRM) die Staaten und die internationale Gemeinschaft dazu auf, dem katastrophalen Versagen beim Schutz des Lebens, der Gesundheit und der Rechte von Menschen mit Behinderungen Einhalt zu gebieten. Der am 22. Oktober in einer internationalen Online-Konferenz vorgestellte Bericht in englischer Sprache trägt den Titel "‘Disability rights during the pandemic: A global report on findings of the COVID-19 Disability Rights Monitor."
In dem Bericht werden die Ergebnisse einer globalen Befragung von Menschen mit Behinderungen und anderen Akteur*innen in diesem Bereich zwischen April and August diesen Jahres dargestellt. Eine zentrale Erkenntnis bei der Vorstellung des Berichtes ist, dass die immer noch weitverbreitete Institutionalisierung behinderter Menschen nicht nur Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention entgegensteht, sondern auch enorme Gesundheitsrisiken gerade in Zeiten der Corona-Pandemie in sich birgt. Daher wurde auch der Bedarf für eine schnellen Notfall-Deinstitutionalisierung hervogehoben. Das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (ENIL) hat an der Entwicklung und Vorstellung des Berichts entscheidend mitgewirkt.
Link zur Presseerklärung zur Vorstellung des Berichts:
Link zum Bericht:
https://covid-drm.org/assets/documents/Disability-Rights-During-the-Pandemic-report-web.pdf
Link zum Konzept der Emergency-Deinstituationalisierung:
https://enil.eu/news/emergency-deinstitutionalisation-a-joint-call-to-act-now/




