
Foto: UNgehindert
Bremen (kobinet) Kassandra Ruhm ist unermüdlich, wenn es um die Aufklärungsarbeit für eine vielfältige Gesellschaft geht, wie zum Beispiel durch ihre Posterserie "bunt ist schöner" über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt. Genauso wichtig ist ihr, dass die politischen Rahmenbedingungen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention geschaffen werden, so dass sie appelliert, sich bei der Entwicklung und Umsetzung von Aktionsplänen zur Umsetzung der Konvention einzumischen. Für Bremen hat sie konkrete Vorschläge unterbreitet.
Für den Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention für das Jahr 2021 in Bremen drängt Kassandra Ruhm zum Beispiel darauf, dass die Barrierefreiheit und andere Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention auch in der Privatwirtschaft eingehalten werden müssen. Das bedeute, dass auch kommerzielle oder privatwirtschaftliche Angebote Barrierefreiheit voll umsetzen müssen.
Zudem schlägt sie vor, dass die Vorgaben des Bremer Landesbehindertengleichstellungsgesetzes (BremBGG) in Zuwendungsbescheiden und ihren Nebenbestimmungen durchgehend berücksichtigt werden. Da dies möglicherweise nicht auf einen Schlag realisierbar sei, sollte deshalb umgehend damit begonnen und sukzessive umgesetzt werden. Mit öffentlichen Geldern sollten Angebote unterstützen, die tatsächlich allen Mitgliedern der Gemeinschaft ohne Diskriminierung offen stehen.
Wenn widerrechtliche Barrieren gemeldet werden, müssen die zuständigen Behörden angemessen reagieren. Noch besser wäre es, wenn die zuständigen behördlichen Stellen selbst öffentliche Orte auf Barrieren kontrollieren würden. Wenn sie widerrechtliche Barrieren entdecken oder wenn ihnen Barrieren gemeldet werden, müssen die Behörden zeitnah auf diese Missstände reagieren und sich um Klärung und gegebenenfalls um Vereinbarungen zur Beseitigung der Barrieren und um die Nachkontrolle kümmern. Außerdem sollte es Rückmeldungen an die Personen geben, die Barrieren gemeldet haben. So ein weiterer Vorschlag von Kassandra Ruhm für Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.




