
Foto: Franziska Vu ISL
Berlin (kobinet) Am 19. Oktober 1990 wurde in Erlangen die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) gegründet. Darauf und auf ein Interview dazu mit Dr. Sigrid Arnade weist die ISL heute auf ihrer Facebook-Seite hin. Gabriele Wittmann vom Rollstuhl Kurier sprach mit Dr. Sigrid Arnade über diese besondere Geschichte und was sich in den letzten 30 Jahren seit der Gründung der ISL ereignet hat und was erreicht wurde.
Ein Thema der ISL war es von Anfang an, dass Sorgenkind-Image von behinderten Menschen loszuwerden, so dass sie immer wieder die damalige Aktion Sorgenkind kritisierte und letztendlich zur Namensänderung herausforderte. Im Interview mit der langjährigen Geschäftsführerin der ISL Dr. Sigrid Arnade schreibt der Rollstuhl Kurier dazu:
„Sie erhielten damals das Angebot, eine Veranstaltung von »Aktion Sorgenkind« zu moderieren. Das haben sie abgelehnt. Warum?
Das ZDF rief an und fragte, ob ich das machen will. Und ich sagte: Also mit diesem »Sorgenkind« will ich ja nun gar nix zu tun haben! Die Redakteurin meinte: Überlegen Sie es sich, schauen Sie sich an, wie das Ganze läuft. Ich habe es mir angesehen und gesagt: Das ist nicht meins, zu berichten, dass da jemand in Hintertupfing einen Hefezopf für einen armen behinderten Menschen gebacken hat.“




