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40 Jahre Ateliergemeinschaft Die Schlumper

Zahl 40
Zahl 40
Foto: ht

Hamburg (kobinet) Die in Hamburg angesiedelte Ateliergemeinschaft "Die Schlumper" kann mittlerweile auf eine 40jährige Geschichte blicken. Das Atelier war die beispielgebende Idee des vor sieben Jahren verstorbenen Künstlers Rolf Laute. Zur Gründungserzählung gehört, dass es immer wieder unbekannte Bilder zu entdecken gibt. Das gilt noch heute, wie es in der aktuellen Jubiläumsausstellung nachzuvollziehen ist, die noch bis 15. November in der Galerie der Schlumper, Marktstrasse 131, in 20357 Hamburg gezeigt wird, wie Dr. Christian Mürner, Vorsitzender der "Freunde der Schlumper e.V.“ mitteilte.

Vertreten bei der Ausstellung sind alle der 32 zurzeit im Atelier tätigen Künstlerinnen und Künstler. Kaum jemand hatte vor 40 Jahren gedacht, dass Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen die Chance haben, Künstlerin oder Künstler zu werden. Außer Rolf Laute. Gegen alle Widerstände machte er nach ihrem Wandbildprojekt in Alsterdorf 1980 allein mit einigen Beteiligten weiter. Das ist der Ursprung der Schlumper. Der Name entstand ein paar Jahre später, als sich in einem Kelleratelier in der Straße "Beim Schlump“ regelmäßig Frauen und Männer trafen, um zu malen. Zufällig, aber treffend heißt es im Grimmschen Wörterbuch: "Schlump“, das ist der "unvermutete Glücksfall“.

Ein kurzer Rückblick

Mithilfe des 1985 gegründeten gemeinnützigen Vereins "Freunde der Schlumper“ und der damaligen Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales entstand 1993 das Arbeitsprojekt "Schlumper von Beruf“. Seit 1995 besteht zudem das Kooperationsprojekt "Louise Schroeder Schule und die Schlumper“ in Hamburg-Altona. Um die Zukunft der Arbeitsplätze der Schlumper zu sichern, hat der Verein 2002 die Trägerschaft der Evangelische Stiftung Alsterdorf und ihrem Werkstattbereich alsterarbeit gGmbH übertragen. Die jetzige künstlerische Leiterin Anna-Karoline Pongs-Laute führt zusammen mit gut einem dutzend Kunstassistentinnen und -assistenten die Ateliergemeinschaft erfolgreich weiter. Der Verein „Freunde der Schlumper“ gründete zusammen mit der Hans-Kauffmann-Stiftung 2014 die "Galerie der Schlumper. Forum für Kunst und Inklusion“. In einem kunstpädagogischen Rahmen werden in den Galerieräumen Gruppen-Workshops durchgeführt. 2005 hatten die Schlumper zu ihrem 25jährigen Jubiläum eine große Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle. Doch die Schlumper sind über Hamburg hinaus bekannt, sie stellten u. a. in Bonn, Berlin, Brüssel, Chicago, San Gimignano aus. Der rote Faden der Schlumper, er findet sich im Katalog der Jubiläumsausstellung, ist ihre bilderreiche Ausdrucksweise. 40 Jahre Schlumper sind eine Kunst für sich.

An der Ausstellung sind beteiligt:
Mawuena Ahadzie, Magid Ajjane, Benjamin Binder, Stefanie Bubert, Johannes Dechau, Ulla Diedrichsen, Katharina Ellrich, Michael Gerdsmann, Martin Gertler, Daniela Grewe, Senem Gürüz, Jörg Höling (†), Miriam Hosner, Malte Kaiser, Rohullah Kazimi, Friederike Körner, Bernhard Krebs, Benjamin Langner, Afsaneh Lempio, Tongtad Mahasuwan, Rabka Mehr, Patrick Mertz, Dominik Nichtern, Burkhardt Oestreich, Thorsten Raab, Janika Roth, Nicole Schmuhl, Steve Schneider, Birte Seidensticker, Claus-Dieter Szezeck, Horst Wäßle, Brigitte Wolter

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog:
Die Schlumper, Hamburg 2020, € 22.- herausgegeben von Christian Mürner und Anna-Karoline Pongs-Laute
Reprofotografie: Peggy Kahl, Johannes Seebass
Gestaltung und Gesamtherstellung: Miriam Ertl/queens-design.de

Öffnungszeiten:
Mi – Fr 16 – 19 Uhr
Sa 11 – 17 Uhr
So 14 – 17 Uhr

Link zu weiteren Infos

Hamburg (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/shkmx35

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