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Carolin Hartmann: “Die Behinderung an sich ist noch keine Kunst”

Carolin trägt eine bunte, geblümte Bluse, hat lange braune, lockige Haare und liegt mit ihrem Körper auf dem Boden.
Carolin Hartman bei einer Performance.
Foto: Yango Gonzalez

Berlin (Sozialhelden) “Mutig” oder “inspirierend”, so seien manche Reaktionen von Zuschauer*innen auf ihre Performance. Die Tänzerin Carolin Hartmann erklärt im Interview unter anderem, warum Künstler*innen mit Behinderung bei Kritiken oft “Welpenschutz” haben und dennoch richtig gut sein müssen um wahrgenommen zu werden.

Gemeinsam mit Diversity Arts Culture veröffentlicht Die Neue Norm die Interviewreihe “Behinderung im Spielplan – Zugänge in den Kulturbetrieb”.

Carolin Hartmann ist freischaffende Tänzerin, Performerin, Schriftstellerin und Yogalehrerin. Sie lebt mit Friedreich-Ataxie, einer chronischen Nervenerkrankung.

Die Neue Norm: Was machst du für Kunst?

Carolin Hartmann: Ich mache verschiedene Sachen von Tanz, Theater und Performance. In den letzten Jahren ging es immer mehr darum, mich frei zu machen und meinen Körper zu entdecken. Gerade auch den Bewegungen meines Körpers zuzuschauen und sie nicht in eine bestimmte Tanzrichtung zu drängen. Was passiert dabei, was will mein Körper mir sagen? Wie folge ich der Bewegung mit ungeteilter Aufmerksamkeit? Wie gehe ich damit um, dass so viele Blicke auf mich gerichtet sind? Um mein Nervensystem da ruhig und stabil zu halten, sodass ich weiter frei in der Bewegung und im Ausdruck bin, braucht es Konzentration. Dann entspanne ich in der Bewegung. Im Alltag macht man nur eine Bewegung, um etwas zu erreichen. Beim Tanzen lasse ich meinen Körper frei und schaue ihm ohne Effizienzgedanken dabei zu, was er machen möchte. Das freie Wesen KÖRPER zeigt sich.

Zudem mache ich viele Kunstprojekte, die die Neuroplastizität betreffen. Ich schreibe dabei auch Texte, die durch Audio-Aufnahmen hörbar gemacht werden, während ich performe. Es ist die Poesie zwischen Körper und Geist, die ich dabei erforsche. Meine Kunst vereint Wissenschaft, Spiritualität und Poesie.

Das komplette Interview bei Die Neue Norm lesen.

Berlin (Sozialhelden) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sfnwy20

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