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Synopse der täglichen Lageberichte des Robert Koch Instituts zu laborbestätigten COVID-19 Fällen in Deutschland seit dem 4. März 2020 mit dem Fokus auf Betreuung, Unterbringung und Tätigkeit in Einrichtungen mit besonderer Relevanz für die Transmission von Infektionskrankheiten nach §§ 23, 33, 36 und 42 IfSG

Seite 1 des COVID-19 Bulletins des RKI
Seite 1 des COVID-19 Bulletins des RKI
Foto: Götz Wilhelm Renger

Berlin (kobinet) (rgr) Das RKI stellt sich seit dem 4.3.2020 täglich den Fragen der Presse zu Zahlen, Empfehlungen und Maßnahmen die der Bekämpfung der Pandemie dienen. Seit dem 4.3. erscheinen auch tägliche Lageberichte. Wir wissen heute, das der Meldeweg der laborbestätigten Fälle von den kommunalen Gesundheitsämtern, über die Länderregierungen und das RKI bis zu uns um Tage verzögert ist.

Dieser Beitrag faßt die Lageberichte zusammen. Darüber hinaus wird zur Nachverfolgung eine Excel-Tabelle unter https://tinyurl.com/yd9agwfy angeboten. Es gilt Aussagen über die Qualität der Datenerfassung zu treffen. Weiter widmet er sich der Frage in wie weit die Zahlen Aussagen über das Infektionsrisiko aller Pflegebedürftigen oder nur für Langzeitpflege ermöglichen. Dann wird auf Kapazitäten in der Intensivmedizin und eine mögliche Triage eingegangen. Im Schluss geht es um die Frage wer, wo und wie noch etwas zur Verbesserung der Informationen über die Lage und die Entwicklungen beitragen könnte.

Auch beim aktuellen Bulletin vom 14.5. fällt auf, das die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle auf Seite 1 mit 172.239 um 917 Fällen über der Gesamtzahl 171.322 liegt, die in der Tabelle 3 aufgeführt ist. Ein Fußnotenzeichen* erklärt die Differenz so: "*für Betreuung nach § 33 IfSG werden nur Fälle unter 18 Jahren berücksichtigt, da bei anderer Angabe von Fehleingaben ausgegangenwerden kann". Dieses Fußnotenzeichen* bezieht sich gleichzeitig auf die Zahl der § 33 Betreut/Untergebrachten. (Vgl. Abbildung 1 und 2)

Tabelle 3
Abbildung 2: Tabelle 3: Übermittelte COVID-19-Fälle nach Tätigkeit oder Betreuung in Einrichtungen mit besonderer Relevanz für die Transmission von Infektionskrankheiten (171.322* Fälle, davon 53.946 ohne diesbezügliche Angabenn; 14.05.2020, 0:00 Uhr)

Ab hier bietet es sich an, die 72 Lageberichte in einer Synopse zu vereinen. Die nachfolgenden Abbildung 3 ist eine Legende für die verwendeten Spaltenköpfe.

Die nachfolgende Synopse erstreckt sich über die Abbildungen 4 bis 8 und enthält pro Zeile ein Datum. Die Kategorien Bestätigt, Hospitiert, Verstorben und Genesen sind in 9 bis 13 Fokusgruppen unterteilt, die sich in den Spalten finden. Zusätzlich zu §33 IfSG -K wird eine Spalte §33 IfSG -K * für besagte Fehleingaben aufgetragen.

Legende zu Farben und Spaltenköpfen
Abbildung 3: Legende der in der Synopse verwendeten Farben und Abkürzungen der Spaltenköpfe


Bestätigte COVID-19 Fälle - Synopse Spalten [A:J]
Abbildung 4: Bestätigte COVID-19 Fälle mit und ohne Bezug zu Einrichtungen nach §§ 23. 33, 36 und 42

Im Allgemeinen summieren sich die Zahlen Tag für Tag auf. Aber der Weg von den Gesundheitsämter, über die Landesregierungen, über das RKI bis in die Öffentlichkeit ist lang. Es kommt wohl zu Verzögerungen und es müssen wohl auch Daten korrigiert werden. Dort wo ein roter geschwungener Pfeil in den Abbildungen zu sehen ist, dort wurden Zahlen gegenüber dem Vortag nach unten verändert. Der Gesamtumfang nachräglicher Korrekturen kann dennoch nicht abgeschätzt werden.

Bedenklich sind in diesem Zusammenhang die Größe und Spanne der sogenannten Fehleingaben in § 33 IfSG -K *. Die Betroffenen gehen zur Schule und sind älter als 18 Jahre alt. Der Gesetzestext zu § 33 IfSG schließt Ältere als 18 Jährige aber zumindest generell nicht aus: "Gemeinschaftseinrichtungen im Sinne dieses Gesetzes sind Einrichtungen, in denen überwiegend minderjährige Personen betreut werden; ...)"

Warum also kommt es zu diesen Fehleingaben und warum werden sie in der Zeit mehr statt weniger? Wenn es Fehleingaben sind, warum zeigen sich Fehleingaben dieser Größe nur in Kitas und Schulen?

Das Verhältnis der Zahl der infizierten Klienten zu infiziertenTätigen

Am 14.5. stehen in den Einrichtungen nach § 36 14.315 Klienten 8.317 bestätigten Tätigen gegenüber (58%). In den Einrichtungen nach § 23 stehen (nur) 2.583 Klienten 11.582 Tätigen gegenüber. (Abbildung 4) Das Verhältnis scheint auf den Kopf zu stehen. Aber unter Berücksichtigung der Summe der bis dahin Hospitalisierten in Höhe von 19.676 Fällen (Abbildung 6), könnten in Krankenhäusern somit am Ende doch noch 22.259 Klienten 11.582 Tätigen als mögliche Kontakte gegenüber stehen (52%).

Synopse Spalten [A:G:H:I:K:L:N]
Abbildung 5: Fälle die in keinem Zusammenhang mit Einrichtungen nach IfSG stehen und die für die keine Angaben vorliegen 'Unbekannt', sowie die Gesamtzahl von Seite 1

Die Abbildungen 4 und 5 zeigen einen Anteil von 25 % IfSG Einrichtungen von insgesamt 171.322 gemeldeten Fällen. Dieser Anteil ist überdurchschnittlich und stützt die Aussage 'besonderer Relevanz für die Transmission von Infektionskrankheiten'.

Das RKI mahnt aber generell zur Vorsicht bei der Interpretation der Zahlen. Folgender Disclaimer findet sich fast unverändert seit dem 20.4. in den Bulletins: "Da Angaben zu Betreuung, Unterbringung und Tätigkeit bei 31% der Fälle noch fehlen, sind die Anteile der Fälle mit einer Betreuung, Unterbringung oder Tätigkeit in den einzelnen Einrichtungen als Mindestangaben zu verstehen." Und: "Für die übermittelten COVID-19-Fälle aus allen genannten Einrichtungen ist jedoch unbekannt, wie hoch der Anteil derer ist, die sich auch in dieser Einrichtung angesteckt haben". Am 20.4. betrug der Anteil der Unbekannten noch 41%. Prozentual entspricht das einer Abnahme. Auch die Gesamtzahl der Unbekannten sank von 58.352 (20.4.) auf 53.946 (14.5.)(Siehe Abbildung 5).

Synopse Spalten [P:Q:R:S:T:U:V:W:X:Y]
Abbildung 6: Hospitalisierte Fälle

Die Abbildung 6 zeigt einen hospitalisierten Anteil von 31 % IfSG Einrichtungen von insgesamt 19.676 gemeldeten Fällen. Dieser hospitalisierte Anteil ist noch größer als bei den gemeldeten Fällen und stützt die Aussage 'besonderer Relevanz für die Transmission von Infektionskrankheiten'.

In Abbildung 6 finden sich nur kleine negative Korrekturen (rote Pfeile) gegenüber den Vortagen. Ein Grund für Verzögerungen könnte auch darin liegen, dass das Deutsche Elek­tro­ni­sche Melde- und Infor­ma­tions­system für den Infek­tions­schutz DEMIS mit Beginn der Krise noch nicht ausgebaut war. (siehe: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/IfSG/DEMIS/DEMIS_inhalt.html)

Synopse Spalten [AA:AB:AC:AD:AE:AF:AG:AH:AI:AJ]
Abbildung 7: Verstorbene Fälle

Die Abbildung 7 zeigt einen Anteil Verstorbener von 62 % IfSG Einrichtungen von insgesamt 7.723 gemeldeten Fällen. Dieser Anteil ist noch größer als bei den nur gemeldeten Fällen und auch größer als bei den Hospitalisierten und erhärtet die Aussage 'besonderer Relevanz für die Transmission von Infektionskrankheiten'.

In Abbildung 7 finden sich nur kleine negative Korrekturen (rote Pfeile) gegenüber den Vortagen.

Synopse Spalten [AL:AM:AN:AO:AP:AQ:AR:AS:AT:AU]
Abbildung 8: Genesene Fälle (geschätzt)

Am 14.5. stehen 150.300 Genesenen 172.293 bestätigte Fälle gegenüber (Abbildung 8 und 5). 21.993 Personen befinden sich demnach entweder in häuslicher Quarantäne oder im Krankenhaus oder in einem Pflegeheim.

Welches Bild von der Pflege vermitteln uns die Zahlen?

Die Langzeitpflege scheint gut von Einrichtungen nach § 36 abgedeckt worden zu sein. Unsicherheit besteht jedoch bei Personen die ambulante Pflegedienste nutzen. Zwar werden ambulante Pflegedienste in § 23 erwähnt und wohl auch etwas mitgezählt, aber die Zahlen verschwinden unter den Zahlen der Krankenhäuser und anderen Einrichtungen.

Die Zahlen unter $ 23 IfSG -K erscheinen auch zu klein: "Von rund 3,5 Mio. Pflegebedürftigen wird rund die Hälfte in häuslicher Pflege durch Angehörige versorgt. Bei einem weiteres Viertel erfolgt die häusliche Pflege der Angehörigen zusammen mit einem Pflegedienst. Das restliche Viertel wird in der Langzeitpflege in Heimen versorgt." (Pflegestatistik 2017 Statistisches Bundesamt)

Ein Problem in der ambulanten Pflege sind auch die Arbeitsbedingungen in der sogenannten 24-Stunden-Pflege. Tätige werden nicht als Pfleger angestellt sondern als Haushaltshilfen und könnten so aus der Betrachtung rausfallen. Näheres zu den Arbeitsbedingungen der meist Osteuropäischen Arbeiterinnen in einem Beitrag von Annette Jensen für das Ver.Di Magazin 'Mitbestimmung' vom Juni 2018: https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/arbeit-in-europa/++co++e5a2b7aa-7f06-11e8-90ee-525400f67940

Begrenzte Kapazitäten in der Intensivmedizin

Das RKI meldet auch die Bettenkapazitäten der Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Ein erstes Teilziel, eine Überlastung des begrenzten Angebots an Intensivpflegeplätzen zu vermeiden, konnte bis heute erreicht werden. Berichte aus Italien, Spanien, Frankreich, Belgien und den USA lassen vermuten, das wir bis heute mit einem blauen Auge davon gekommen sind.

Mitglieder des DIVI ergriffen früh die Initiative und traten mit pictographierten Praktiker-Tipps für eine Triage an ihre Mitglieder heran. Diese Vorschläge wurden von grundrechtstreuen Akteuren mittlerweile als utilitaristisch verworfen. Dies wohl nicht zuletzt weil in Deutschland Erfahrungen mit proklamierten Notständen vorliegen und weil deren unverkennbarer Duktus einem Carl Schmitt (*11.Juli 1888 +7.April 1985) folgen, der als epidemisch auftretender politischer Ungeist in der Wirtschaft, in deutschen Amtsstuben, der Justiz bis hinein in Länderparlamente und Parteien bis heute als frühe Idee vom 'Staat' und heute auch als 'System' in typischen 'Köpfen' spukt. Notstände - gleich ob Krieg oder knapp gehaltene Gesundheitssysteme - sind ihr Element und Elixier. Von Carl Schmitt stammen Sätze wie 'Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet'. Und so rasselt die Rechte seit Jahrzehnten mit ihren Ketten und will nun mit Gewalt die Angst auf die Straßen bringen.

Mit einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems durch COVID-19 hat das aber alles nichts zu tun. Das sind ältere Probleme. Nur wenige Beschäftigte in Gesundheit und Pflege dürften sich an Momente in den vergangenen Jahrzehnten erinnern, an denen mal nicht die Not und der Druck der Ausbeutungsregime regierte und triumphierte. Das in wachsenden Teilen privatisierte deutsche Gesundheitssystem stagniert in Hoffnungslosigkeit, wie auch die Löhne seit Jahrzehnten stagnieren. Seit der letzten Finanzkrise wird diese Austeritätspolitik auch anderen EU-Mitgliedsländern aufgezwängt - mit allen nur erdenklichen existenziellen Folgen für einen wachsenden Teil der in Stillstand und Hoffnungslosigkeit verarmenden Massen.

Wie geht es weiter?

Und es scheint, als verfügen die Massen trotz allemdem über einen erstaunlich kühlen Kopf. Auch ohne und früher als Risikoanalysen aus der Feder von Experten. Gefahren einer COVID-19 Infektion stoßen auf Erfahrungen des epidemiologischen Verlaufs von saisonalen Grippewellen. Und die Orte der Ausbrüche kennt jeder: Es sind beengende Arbeits- und Wohnräume, ein begrenztes Platzangebot in öffentlichen Verkehrsmitteln mit einem deutlichen gesundheitlichem Nachteil gegenüber dem eigenem Auto, es sind Kindergärten, Schulen, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen. Und diese Orte wurden in den vergangenen Wochen entweder ganz geschlossen oder es fanden sich nur vereinzelt Patienten in den Wartezimmern und Notaufnahmen.

Schlussendlich bilden die Zahlen des RKI die 2,625 Millionen häusliche gepflegte Menschen und ihre Pfleger nicht adäquat ab. Dabei könnte das Risiko in der häuslichen Pflege durch weniger Kontakte niedriger sein und könnte so für einen Vergleich mit stationärer Versorgung herangezogen werden. Es wird sich lohnen nach entsprechenden Studien Ausschau zu halten.

Bis dahin aber bestehen wohl in den Ländern und Kommunen noch große Entwicklungsmöglichkeiten. Im Gegensatz zum RKI veröffentlichen nämlich Länder und Kommunen keine Zahlen zu Einrichtungen nach dem IfSG.

Auf die Gefahr hin sich in sozial- und gesundheitspolitische Gräben wiederzufinden oder sich in diese zurück zu ziehen oder auf die Gefahr hin im Graben zu landen, kommt es nun darauf an, ob es lokalen Initiativen in offensiven Aktionen gelingt, den örtlichen Gesundheitsämter Zahlen zu COVID-19 Fällen im Sinne von §§ 23, 33, 36 und 42 zu entlocken. Gelingt dieses, so könnten Kommunal- und Länderparlamente auch gleich ein tägliches Monitoring über alle Erreger verankern die sich im Verantwortungsbereich der Gesundheitsämter befinden - nicht nur für Viren wie COVID-19, sondern auch für andere Viren und Bakterien wie Methicillin resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) und anderen 'Krankenhaus Erregern'. Es gilt Lehren aus COVID-19 für den Betrieb lokaler Einrichtungen und für die Zukunft des gesamten Gesundheitssystem zu ziehen. Und jeder einzelne Fall ist es wert berichtet zu werden.

Die allgemeine Gefahr von Krankenhauskeimen fasste Professorin Dr. Petra Gastmeier in einem Interview des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom Juli vergangenen Jahres wie folgt zusammen: "Aus Studien wissen wir, dass statistisch 3,5 von 100 Patientinnen und Patienten an einem beliebigen Tag im Krankenhaus eine im Krankenhaus erworbene Infektion haben. Pro Jahr erkranken in Deutschland schätzungsweise 500.000 Menschen an nosokomialen Infektionen" (Hospitalinfektion, Krankenhausinfektion Abkürzung: NI. Siehe Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité https://www.nrz-hygiene.de/). Und auf die Frage "Wie viele Infektionen im Krankenhaus sich beispielsweise durch verstärkte Hygienemaßnahmen verhindern ließen?" antwortete sie "Ich schätze 30 Prozent. Das betrifft die Infektionen, die durch Übertragung der Erreger von einem Patienten zum anderen zustande kommen. Die endogen bedingten Infektionen, die von der körpereigenen Bakterienflora ausgehen, lassen sich kaum vermeiden." (https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/risiko-krankenhauskeime-professorin-dr-petra-gastmeier-im-interview-3279.php) Mit dem Aufkommen von COVID-19 könnte sich eine aktuelle Schätzung ändern.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sfoquvw

3 Lesermeinungen
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17.05.2020 11:26

Der Beitrag ist doch sehen auf Spekulationen und Vermutungen aufgebaut. Das lässt sich aus den Formulierungen und den vielen Fragen des Autors erkennen.

Viele der Vermutungen basieren auf Vermutungen und sind nicht real rekonstruierbar. Es muss auch die Frage gestellt werden, ob die grafischen Darstellungen vom RKI freigegeben sind und die Interpretationen mit dem RKI abgestimmt wurden?

Antwort auf  empire2014
17.05.2020 18:30

Hmm,
die Freigabe der Zahlen ist legitim, denn Götz fügt ordentlich die Quellenangaben an. Interpretationen sind Interpretationssache - mag in der DDR oder in China anders (gewesen) sein...
"Schlimmer" finde ich eher diesen Fauxpas:
"Am 14.5. stehen 150.300 Genesenen 172.293 bestätigte Fälle gegenüber (Abbildung 8 und 5). 21.993 Personen befinden sich demnach entweder in häuslicher Quarantäne oder im Krankenhaus oder in einem Pflegeheim."
Wenn dem so wäre, wäre ja alles gut und wir hätten uns den "Spaß" mit dem Lockdown weitgehend sparen können - leider befinden sich mehr als ein Drittel der genannten knapp 22000 Personen auf dem Friedhof oder auf dem Weg dorthin...
Kann im Eifer des Gefechts aber vorkommen, der HR hatte mehrere Tage eine Todesfallquote von 155% bei den Ü-80zigern in seiner Coronastastistik drin.

Antwort auf  Michael Günter
17.05.2020 21:44

Naja, Screenshots aus PDF-Dokumenten, ohne Freigabe vom Urheber, sind erst einmal nicht legitim, sondern können gegen das Urheberrecht verstoßen.

Wenn 150.300 Genesenen und 172.293 bestätigte Fälle da sind, reden wir hier nur von einer Gesamtzahl, das gibt aber keine Auskunft darüber, wie viele derzeitig wirklich erkrankt sind oder sich gar in einem Pflegeheim befinden.

In der Spalte "G" befindet sich die Zahl derer, die sich in einem Pflegeeinrichtungen, Obdachlosenunterkünfte, Einrichtungen und das sind in der Summe 14.315 am 14.5. Davon waren 3.242 hospitalisiert

In der Spalte "D" befindet sich die Zahl derer, die sich in Kitas, Kinderhorte, Schulen, Heime und Ferienlager befinden und das waren mit Stand 14.5.2020 in der Summe 1875 seit Beginn der Pandemie. Davon waren 52 hospitalisiert

Hätten wir uns den "Spaß" mit dem Lockdown gespart, hätten wir Bilder wie in Italien oder Spanien.

Ich finde sowieso, dass Deutsche immer nur am jammern sind. In Spanien (da komme ich auch her) erdulden die Menschen den Lockdown, der dort noch viel härter ist. Da meckert keiner, die Menschen halten zusammen und wenn nicht wieder irgend so ein Urlauber den Virus da einschleppt, dann kommen die Spanier gut über die Krise.

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