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Behindertenbeauftragte in Sachsen im Gespräch

Blick auf die Augustusbrücke und die Altstadt von Dresden
Blick auf die Augustusbrücke und die Altstadt von Dresden
Foto: H. Smikac

DRESDEN (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen hat sich der Sächsischen Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Stephan Pöhler, mit Vertretern der Behindertenvereinigungen getroffen. Darin informierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenseitig darüber, wie die Menschen mit Behinderungen in der gegenwärtigen Situation im Leben und im Alltag zurechtkommen, welche Schwierigkeiten es gibt und welche Dinge stärker ins Auge gefasst werden müssen.

Neben den Möglichkeiten zur Umsetzung von konkreten Hygienekonzepten in den Einrichtungen der Behindertenhilfe war auch das Erfordernis von Corona-Tests sowie die Versorgung mit Schutzausrüstung Gegenstand des Gespräches.

Ferner wurde hinterfragt, wie es mit den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen weitergehen kann.

Ernsthafte Sorgen bereitete dem Beauftragten und den Gesprächsteilnehmern der stete Zuwachs an fragwürdigem Verwaltungshandeln auf der kommunalen Ebene, insbesondere in puncto Einstellung beziehungsweise Rücknahme bereits bewilligter Finanzierungen von Einzelfallhelfern, wie das in den Landkreisen Bautzen und Zwickau geschehen war. "Einzelne Landkreise halten sich nicht an Empfehlungen und nutzen vorhandene Ermessenspielräume nicht aus. Die in den letzten Wochen an mich gerichteten Hilferufe von verzweifelten Eltern sowie die bislang fehlende Positionierung der betreffenden Landkreise, lassen erkennen, dass es hier in keiner Weise um die Kinder, sondern um Kostenersparnis auf deren Rücken geht. Das ist beschämend.", äußerte der Beauftragte während des Gesprächs.

Die gewonnenen Erkenntnisse wird der Beauftragte, wie er bei diesem Treffen versicherte, in seine zahlreichen Gesprächen mit Vertretern der Staatsregierung in die Entscheidungsgremien transportieren. Pöhler geht davon aus, dass diese in die Entscheidungen der Staatsregierung einfließen werden.

DRESDEN (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sqrt139

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