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Menschen mit Behinderung und ihre Familien nicht alleine lassen

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Foto: Lebenshilfe

HÜRTH (kobinet) Menschen mit Behinderung und ihre Familien nicht alleine zu lassen, dazu fordert die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen in einer Veröffentlichung auf. In der Corona-Krise sind Eltern von Kindern mit Behinderung besonders stark belastet. Aus diesem Grund appelliert der Landesvorsitzende der Lebenshilfe NRW anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, den Eltern beeinträchtigter Kinder schnell, unbürokratisch und flexibel zu helfen.

Dazu stellt Prof. Dr. Gerd Ascheid, der Landesvorsitzende der Lebenshilfe NRW, fest: "Gerade Eltern von Kindern mit Behinderung sind durch die Alltagsbeschränkungen hohen persönlichen Belastungen ausgesetzt, da sie sich täglich um die Versorgung und Pflege ihrer Kinder kümmern müssen.“

Seit mehr als einen Monat versorgen, pflegen und fördern viele Eltern ihre teils schwer und mehrfach behinderten Kinder rund um die Uhr zu Hause. Die körperliche und psychische Belastung dieser Väter und Mütter ist groß. Hinzu kommen oft große finanzielle Sorgen aufgrund beruflicher Unsicherheiten wegen Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder der schlichten Sorge sich im Alltag mit dem Corona-Virus anzustecken.

„Wir dürfen diese Eltern nicht alleine lassen. Politik und zuständige Kostenträger müssen schnelle, unbürokratische und flexible Hilfe für diese Väter und Mütter leisten, damit die Kinder auch in der Corona-Pandemie die nötige Förderung und Pflege erhalten, die ihnen nach der UN-Behindertenrechtskonvention zusteht. Dazu müssen auch die Familienunterstützenden Dienste wieder ihre Arbeit vollständig aufnehmen können,“ sagt Arscheid.

Auch dürfen Menschen mit Behinderung, die in Inklusionsunternehmen arbeiten, in der Corona-Krise nicht als Arbeitnehmer zweiter Klasse behandelt werden. Es gilt, ein gutes Maß an Schutz und Unterstützung bei gleichzeitiger Stärkung der Teilhabe – auch am Arbeitsleben – und eines selbstbestimmten Lebens aufrechtzuerhalten beziehungsweise. wieder zu ermöglichen. "Auch in diesen besonderen Zeiten sind alle Rechte der Menschen zu beachten und umzusetzen. Der 5. Mai macht nicht umsonst auf die geforderte Gleichstellung für die Menschen mit Behinderung aufmerksam", ergänzt NRW Landesgeschäftsführerin Bärbel Brüning die Forderungen dieses Verbandes.

HÜRTH (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sbgl170

3 Lesermeinungen
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Marion Lüer
04.05.2020 11:52

Dazu hätte ich sogar konkrete Vorschläge:
Öffnung der Entlastungsleistungen unabhängig von einem Dienst.Integrationshelfer bzw.Einzelbetreuung stundenweise mit entsprechender Schutzausrüstung in die Familien lassen.Damit würde man sowohl der Isolation entgegen treten als auch eine Entlastung der Eltern schaffen.Es würde kein Cent extra kosten und die Eltern wären nicht gezwungen die komplette Verhinderungspflege aufzubrauchen.Da es ja nur zu 1:1 Kontakten kommt,dürfte das Infektionsrisiko überschaubar sein

04.05.2020 12:13

Also wir haben zu Beginn der Krise bei der Eingliederungshilfe nachgefragt, ob wir den Ihelfer Nachhause bekommen können, was abgelehnt wurde. Dabei werden jetzt die Fahrtkosten und die Schulassistenz komplett eingespart.

Marion Lüer
Antwort auf  Annika
04.05.2020 12:19

Und genau das verstehe ich nicht.Es werden Milliarden an Soforthilfen für alle möglichen Branchen gewährt,und uns wird nur die simple Umschichtung der vorhandenen Gelder verwehrt.Dabei würde es so viel helfen. Und die Kinder würden den Kontakt zur Vertrauensperson behalten.

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