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Kongress auch von zu Hause aus

Hand auf Computertastatur
Hand auf Computertastatur
Foto: privat

Halle (kobinet) Die Inklusionsbotschafterinnen Jennifer Sonntag, Esther Schmidt und Dr. Carolin Tillmann treten für digitale Teilhabe- und Teilnahmemöglichkeiten an Kongressen, Tagungen, Workshops und Netzwerktreffen ein. Gerade in Zeiten wie diesen würde dies nicht nur ihnen als chronisch kranke Menschen, sondern allen helfen, schreiben sie in einem auf Facebook veröffentlichten Beitrag.

"Kongress auch von zu Hause aus! Ein Thema, von dem aktuell die gesamte Bevölkerung profitieren könnte. Lasst uns eine digitale Veranstaltungskultur deshalb immer parallel mitdenken. Weil gerade wir Menschen mit Behinderungen uns, wie die aktuelle Lage zeigt, immer wieder gesundheitspolitisch einbringen und Gesicht zeigen müssen, möchte ich mit meinen Mitbotschafterinnen Esther Schmidt und Dr. Carolin Tillmann ein wichtiges Anliegen formulieren. Wir fordern digitale Teilhabe- und Teilnahmemöglichkeiten an Kongressen, Tagungen, Workshops und Netzwerktreffen, weil es in Zeiten wie diesen nicht nur uns, sondern allen hilft", heißt es auf der Facebookseite von Jennifer Sonntag.

Weiter schreiben die drei Inklusionsbotschafterinnen: "Menschen mit erheblichen Behinderungen oder chronischen Krankheiten können aufgrund ihrer Beeinträchtigungen oft generell nicht oder nicht immer einer Reisetätigkeit nachkommen und sind somit als Referent*innen oder Teilnehmer*innen ausgeschlossen. Wir fordern auch hier ein inklusives Umdenken und bitten Veranstaltende, z.B. Tagungsbeiträge auch digital zur Verfügung zu stellen oder Expert*innen, die nicht mobil sind, mittels technischer Hilfen zuzuschalten. Auch könnten z.B. Audio- oder Videobotschaften vorproduziert oder schriftliche Beiträge verlesen werden. So ist auch ein fachlich einbettbarer Umgang mit Anfallsleiden, Schmerzschüben, Chemotherapien, häuslicher Beatmung, Bettlägerigkeit, temporären Klinikaufenthalten usw. möglich. All dies schmälert nicht die Kompetenz, gerade bei gesundheitspolitischen Themen eher im Gegenteil, macht aber ein persönliches Anreisen unmöglich."

Gleichzeitig wäre ein digitales Aufbereiten von Vorträgen oder Tagungsinhalten auch ein Mehrwert für Personen, die verhindert sind, aber für die das Thema sehr relevant oder interessant ist. "Nachhaltig wäre dieser Ansatz allemal und man könnte mit den digitalen Einreichungen und Aufbereitungen auch Akteur*innen und Partner*innen über Kongresse und Ländergrenzen hinaus erreichen, um neue Inklusionsimpulse anzubahnen. Wir freuen uns auf Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten für mehr digitale Zugänglichkeit zu Kongressen und Tagungen für Menschen, die behinderungs- oder krankheitsbedingt nicht dabei sein können. Absurderweise betrifft das sehr oft auch Veranstaltungen und Anfragen, bei denen es inhaltlich gerade um unsere Belange geht. Hier ist es besonders wichtig, dass unsere Potenziale, aber auch unsere Bedürfnisse und die Vermeidung von Ausgrenzung mitgedacht werden. Hier benötigen wir, wie es in anderen Bereichen für die Planung inklusiver Veranstaltungen schon konzipiert wurde, Leitfäden und Checklisten. Erfahrungswerte sind herzlich Willkommen. Sinnvoll wird zukünftig immer digitales Mittdenken sein, falls Veranstaltungen abgesagt werden müssen und auf diese Weise somit dennoch stattfinden können. Hier nochmals unser Beitrag, bei dessen Erstellung wir nicht ahnen konnten, wie wichtig das Thema digitale Teilhabe und Teilnahme für uns alle aus aktuellem Anlass einmal sein würde:

Link zum Artikel "Kongress auch von zu Hause aus" - kobinet-nachrichten vom 12.9.2019

Link zum Facebookeintrag von Jennifer Sonntag

Halle (kobinet) Kategorien Nachricht