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Flucht und Behinderung – Oberpfälzer begegnen doppelter Marginalisierung

Bild von der Veranstaltung in Regensburg
Veranstaltung zu Flucht und Behinderung Regensburg
Foto: Anke Kidan

Regensburg (kobinet) Das Thema Flucht und Behinderung steht im Raum Regensburg auf der Tagesordnung. Anke Kidan von der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) Neumarkt hat vor kurzem an einer Veranstaltung zu diesem Thema teilgenommen und den kobinet-nachrichten folgenden Bericht zugesandt.

Bericht von Anke Kidan

Geflüchtete Menschen mit Behinderung und ihre Lebenssituation in Deutschland, das war das Thema einer zweitägigen Veranstaltung am 10. Und 11. März im Salzstadl in Regensburg. An historischer Stätte diskutierten über 50 Teilnehmende – Fachleute aus den Bereichen der Migrations- sowie Behindertenhilfe, Personen mit und ohne Handicap - Themen an der Schnittstelle von Flucht und Behinderung.

Veranstaltet wurde das Seminar von Handicap International – Humanity & Inclusion. Das Projekt Crossroads von Handicap International beschäftigt sich mit dem Aufbau von bundesweiten Strukturen an der Schnittstelle Flucht, Migration und Behinderung und wurde in Regensburg von der örtlichen ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) unterstützt.

Geflüchtete Menschen mit Behinderung sind von einer doppelten Marginalisierung betroffen, dies zeigt sich in verschiedenen Aspekten. So ist die gesellschaftliche und politische Teilhabe drastisch eingeschränkt. Es gibt Versorgungslücken, strukturelle Defizite bestimmen die Lebenssituation und die Versorgungslage der betroffenen Personen. Die Verpflichtungen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurden für Geflüchtete in Deutschland bisher nicht umgesetzt. Geflüchtete Menschen mit Behinderung erhalten auch weniger Aufmerksamkeit im Vergleich zu anderen besonders schutzbedürftigen Gruppen.

In der Oberpfalz soll sich das nun ändern. Die entsprechenden Fachstellen vernetzen sich, um den Menschen mit Behinderung die notwendigen Hilfen zu ermöglichen. So wird sich z.B. die EUTB Regensburg mit weiteren regionalen Partnern mit dem Thema beschäftigen. Als ein Ergebnis der Veranstaltung wird nun als nächstes ein Konzept für die Bearbeitung der Schnittstelle Flucht, Migration und Behinderung in Regensburg und der Oberpfalz erarbeitet werden. Handicap International | Crossroads wird diesen Prozess beratend begleiten.

Handicap International bietet noch weitere Seminare dieser Art in Frankfurt (Oder) und in Würzburg an, weitere Informationen erhalten Sie von Wolfram Buttschardt, Referent Capacity Building, [email protected]

In Neumarkt i.d.OPf. ist die EUTB sehr gut mit der Flüchtlings- und Integrationsberatung - Diakonie Nürnberger Land / Neumarkt vernetzt. Das Seminar gab viele gute Anregungen auf welcher Rechtsgrundlage für Menschen mit differenziertem Asylstatus Hilfen ermöglicht werden können.

Ein großer Teil der Beratungsanfragen der EUTBs in der Region kommt bereits von Menschen mit Migrationshintergrund. Durch diese verbesserte Zusammenarbeit wollen alle Fachleute die doppelte Marginalisierung abbauen und das Leben für geflüchtete Menschen mit Behinderung in der Region leichter machen.

Regensburg (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sagnuv2

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