Werbung:
Werbung
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Werbung
Banner mit Inklusion Jetzt und der Schrift Dabei am 5. Mai - Live-Blog zum Protesttag
Werbung
Stellenanzeige des DIMR
Springe zum Inhalt

Tipps für Assistenznutzer*innen

Symbol Info
Symbol Info i
Foto: ht

Wien / Berlin (kobinet) Österreich ist den Entwicklungen in Sachen Corona-Virus Deutschland meist ein paar Tage voraus, so dass es sich nicht nur in Sachen barrierefreie Informationen zur Corona-Pandemie lohnt, immer wieder einen Blick nach Österreich zu richten. Gerade Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind, sind derzeit sehr verunsichert. Die Wiener Assistenzgenossenschaft hat hierzu bereits am Montag Tipps veröffentlicht. Auch vom Berliner Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) gibt es einige Infos.

"Die Bundesregierung ruft dazu auf, soziale Kontakte auf das aller notwendigste einzuschränken. Auch im Leben mit Persönlicher Assistenz ist dies (manchmal) möglich. Hier einige Tipps zur Umsetzung", heißt es auf der Internetseite der Wiener Assistenzgenossenschaft (WAG).

"Nicht notwendige Assistenzdienste verschieben", ist ein Tipp, den die WAG gibt, soweit dies möglich ist.

Link zu den Informationen und Tipps der WAG

Im aktuellen Newsletter wendet sich auch der Berliner Verein akse an Menschen mit Assistenzbedarf und an diejenigen, die ihre Assistenz im Arbeitgebermodell organisieren, nachdem der Verein mit seiner ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) in den letzten Wochen viele Anfragen in Sachen Corona-Krise bekommen hat.

"Grundsätzlich gilt, die eigenen hygienischen Maßnahmen einmal durch zu gehen, wo man vielleicht noch was verändern/verbessern kann. Beispielsweise könnten eure AssistentInnen statt Handtücher Papiertücher (Küchenrolle u. ä.) zum Hände abtrocknen verwenden und regelmäßig die Türklinken abwischen. Bezüglich der eigenen Vorratshaltung gibt es eigentlich nicht viel zu bedenken, denn die Lebensmittelgeschäfte sollen geöffnet bleiben. Ihr könnt aber durchaus mal eure Vorräte checken, euch überlegen, was ihr gerne essen möchtet, die vorhandenen Dinge, müssen ja auch irgendwann mal verbraucht werden. Oder was sonst noch für euch persönlich wichtig ist, vorrätig zu haben. Das kann zum Beispiel Waschmittel, Taschentücher, Strohhalme oder eben auch Toilettenpapier sein. Wichtig für viele von uns, wäre es aber auch, Medikamente ausreichend im Haus zu haben, für den Fall, dass es aus China Schwierigkeiten mit der Produktion von Inhaltsstoffen für Medikamente geben sollte", heißt es im akse-Newsletter.

Viele Anfragen drehten sich bei akse auch darum, was passiert, wenn man in Quarantäne muss oder das gesamte Team in Quarantäne ist. "Natürlich haben unsere Beraterinnen sich mit diesen Fragen auch privat schon auseinandergesetzt. Wir haben aber trotz allem keine Patentlösung. Wir können nur darauf hinweisen, dass es unbedingt dringend notwendig ist, einen Plan B zu haben, sollte das ganze Team in Quarantäne kommen und wer bei einem arbeiten kann, sollte man positiv getestet werden. Eine Idee ist es, zu schauen, wen man im Bekanntenkreis kennt und sich vorstellen könnte, auf 450 Euro Basis oder kurzfristiger Beschäftigung auf dieser Basis, in einem Notfall auszuhelfen. Oder gibt es kurzfristige Lösungen mit der Familie?! Wenn ihr in Quarantäne müsst und 24-Stunden-Assistenzbedarf habt, werdet ihr ja eine Assistenzperson an eurer Seite haben und diese trifft es dann, ebenfalls (mit) in Quarantäne zu müssen. Wenn ihr natürlich weniger als 24-Stunden-Assistenz habt und auch noch genau in einer Assistenzzeit die Info bekommt, dass ihr an Corona erkrankt seid, müsst ihr hoffen, dass die Person, die am wenigsten Verpflichtungen aus eurem Team hat, euch in dieser Zeit unterstützt", schreibt akse.

Der Verein hat auch beim Bundesministerium für Gesundheit nachgefragt. Dort hat er jedoch nur die Antwort bekommen, dass sie keine Vorgehensweise für das Arbeitgebermodell angeben können. Bei den Pflegediensten sehe es momentan auch nicht viel besser aus, wie viele Ratsuchende mitgeteilt hätten. Auch hier würden gegebenenfalls Touren gefahren und die Assistenz dadurch sehr eingeschränkt. "Wer niemanden kennt, der im Fall des Falles einspringen kann, hier nochmal der Link zu verschiedenen Assistenzbörsen. Werdet kreativ, fragt rum, denkt euch euren eigenen Weg aus! Für Fragen stehen wir euch zur Verfügung, ob und wie eure Ideen dann mit dem Budget umsetzbar wären. Bleibt gesund und achtet aufeinander", schreibt das akse-Team aus Berlin.

Link zu weiteren Infos über das Angebot und die Kontaktmöglichkeiten zu akse

Wien / Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sflv170