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Selbstbestimmt Leben vor selbstbestimmt Sterben

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Wien (kobinet) Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur "geschäftsmäßigen Sterbehilfe" wurde nicht nur hierzulande bei einer Reihe von Behindertenverbänden sehr kritisch aufgenommen, sondern gibt auch im Ausland Anlass zur ernsten Besorgnis. Mit der klaren Aussage "Selbstbestimmt Leben vor selbstbestimmt Sterben" hat beispielsweise die Dachorganisation der Selbstbestimmt Leben Initiativen Österreich die Herausforderung auf den Punkt gebracht.

"Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Thema Sterbehilfe auch in Österreich wieder aufpoppt. Fälschlicherweise wird die öffentliche Diskussion meist auf 'Kirche versus weltanschauliche Neutralität des Staates' zugespitzt bzw. der Begriff 'Selbstbestimmung' als Totschlag-Argument in den Ring geworfen. Worum es wirklich geht: Die rein sachlichen Argumente, die gegen eine Liberalisierung sprechen, werden einfach ausgeblendet. Der Konsens, dass alle Menschen gleich sind und in allen Lebensabschnitten bzw. Lebensbereichen gleiche Rechte und Chancen vorfinden müssen, geht in den letzten Jahren dramatisch verloren. Das spüren vor allem behinderte, chronisch kranke und alte Menschen immer wieder. Behinderte Menschen haben durch die UN-Behindertenrechtskonvention umfassende Rechte: Inklusion, Barrierefreiheit, Chancengleichheit bei Bildung und Arbeit sowie Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben. Deshalb sind Bestrebungen, die auf eine (medizinisch)assistierte Selbsttötung oder gar aktive Sterbehilfe abzielen, vehement abzulehnen", stellt die Dachorganisation der Selbstbestimmt Leben Initiativen Österreich in einem Bericht des Online-Nachrichtendienstes BIZEPS klar.

Link zum vollständigen BIZEPS-Bericht

In der Wiener Zeitung wurde zudem vor kurzem ein Bericht veröffentlicht, in dem darauf hingewiesen wird, dass es in Österreich eine Reihe von Instrumentarien gibt, die eine Öffnung hin zur assistierten Suizidbeihilfe oder gar zur aktiven Sterbehilfe obsolet machen.

Link zum Beitrag in der Wiener Zeitung

Wien (kobinet) Kategorien Nachricht