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Pinocchio

Bild von der Berlinale 2020
Berlinale 2020
Foto: Anke Glasmacher

Berlin (kobinet) Die kobinet-Korrespondentin und langjährige Berlinale-Erfahrene Anke Glasmacher hat sich wieder einmal auf der Berlinale umgeschaut und einen Bericht über den Film Pinocchio des Regisseurs Matteo Garrone für die kobinet-nachrichten verfasst.

Von Kobinet-Korrespondentin Anke Glasmacher

Pinocchio, die Holzfigur, deren Nase sich verlängert, wenn er lügt, wurde 1881 vom italienischen Autor Carlo Collodi erschaffen. In den 1970er Jahren las sich das Kinderbuch für mich wie eines dieser moralisierenden Märchen der Gebrüder Grimm. Doch Regisseur Matteo Garrone, der auch das Drehbuch mitverfasst hat, wählt 2020 für seinen Pinocchio eine andere Lesart. Wir begleiten einen liebenswerten Jungen, einen, der erwachsen werden will, der neugierig auf die Menschen und die Welt ist und sich ausprobiert. Bei allen Streichen beweist er nicht nur Mut und Verantwortungsgefühl, sondern auch den für sein Alter typischen Gerechtigkeitssinn. Dafür wird er von der Fee belohnt. Aus ihm, der Holzfigur, wird am Ende ein ganz normaler Junge.

Ein modernes Märchen und ein wunderschöner Film ist Matteo Garrone mit seinem "Pinocchio“ gelungen. Das liegt auch an der Kunst von Maskenbildner Mark Coulier, der dem Film eine lebendige Holzpuppe, aber unserer Phantasie einen Seelenanker geschenkt hat. Und natürlich an den wunderbaren Schauspielerinnen und Schauspielern. In den Hauptrollen überzeugen vor allem der junge Federico Ielapi als Pinocchio und natürlich der großartige Roberto Benigni als Geppetto. Wie schon bei seinem vielfach ausgezeichneten Meisterwerk "Das Leben ist schön“ von 1997 verkörpert er die Hoffnung darauf, dass Geschichten uns verändern können.

"Pinocchio“ läuft in der Sektion Berlinale Special Gala.

Berlin (kobinet) Kategorien Bericht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sfkqwx9