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Modellprojekt: Innovative Psychiatrie

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Foto: ht

Klingenmünster (kobinet) Seelische Probleme nehmen zu. So ist es auch in Rheinland-Pfalz. Jede*r dritte Bürger*in hat eine seelische Erkrankung, die Tendenz sei steigend. Um auf diese Entwicklung, aber auch deutlich mehr auf die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten einzugehen, hat das Pfalzklinikum Anfang des Jahres das Modellprojekt unter dem Titel "Innovative Psychiatrie für das 21. Jahrhundert – Wohnortnah. Kompetent. Menschlich" gestartet.

Ziel des Modellprojektes ist es, mit Hilfe von aufsuchenden, multiprofessionellen Teams die Behandlung von Patientinnen und Patienten anders zu gestalten und vor allem flexibler im Lebensumfeld durchzuführen. Diese Neuerung entspreche dem mit den Krankenkassen vereinbarten Regionalbudget. Während des gesamten Genesungsprozesses begleitet künftig eine feste Gruppe von Bezugspersonen die Betroffenen. Ambulante Hilfen zur Bewältigung von Krisen werden ausgeweitet und das tagesklinische Behandlungsangebot wird, wo es sinnvoll ist, auf 7 Wochentage erweitert, wie es in einer Presseinformation des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums heißt.

Gemeinsam mit Vertreter*innen nahezu aller in Rheinland-Pfalz ansässigen Krankenkassen konnten Verantwortliche des Dienstleisters für seelische Gesundheit zunächst für acht Jahre einen Vertrag als Basis des Modellprojekts abschließen. Am 13. Februar trafen sich die Beteiligten zu einer gemeinsamen Pressekonferenz, bei der die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler erklärte: "Versorgungspolitisch ist dieser Vertrag gar nicht hoch genug zu loben. Wir wissen aus ähnlichen, wenn auch deutlich kleineren Modellprojekten, dass Patienten weniger häufig und kürzer vollstationär aufgenommen werden müssen sowie die Anzahl der Zwangseinweisungen sinkt. Dadurch nimmt die Anzahl an Behandlungsabbrüchen ab und die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten mit ihrer Behandlung steigt. Damit geht auch eine wirtschaftliche Nutzung der verfügbaren Ressourcen einher.“

Projektbeteiligte sind neben dem Pfalzklinikum AdöR die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, die BARMER, der BKK Landesverband Mitte Regionalvertretung Rheinland-Pfalz und Saarland, die DAK Gesundheit, die HEK, die hkk, die IKK Südwest, die KKH, die Knappschaft Regionaldirektion Saarbrücken, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Techniker Krankenkasse Landesvertretung Rheinland-Pfalz.

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