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Gegen höheres Renteneintrittsalter

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Foto: public domain

Bonn (kobinet) Zum Vorschlag der Bundesbank, das Rentenalter auf 69 Jahre und vier Monate zu erhöhen, hat sich die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, zu Wort gemeldet, die diese Pläne ablehnt. "Es genügt bereits, auf wenige drastische Beispiele aus der realen Arbeitswelt hinzuweisen, um die wiederkehrende Forderung nach einer pauschalen Anhebung des Renteneintrittsalters ad absurdum zu führen", betonte sie.

"Physisch und psychisch anspruchsvolle Tätigkeiten wie die Arbeit auf dem Bau oder in der Pflege sind Berufe mit höchstem Belastungsniveau. Die komplexe Arbeitswelt erfordert flexiblere Lösungen zum Renteneintritt als eine starre und immer weiter steigende Einheitslösung. Ein nicht unerheblicher Teil der Arbeitnehmer erreicht schon heute nicht die gesetzliche Rentenaltersgrenze. Eine Anhebung wäre für diese Menschen nichts weiter als eine Rentenkürzung. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wird es der Politik nicht erspart bleiben, eine offene und ehrliche Debatte darüber zu führen, dass die Stabilisierung des Rentenniveaus im Kampf gegen Altersarmut teuer wird. Es wäre nur fair, die junge Generation darauf vorzubereiten, dass die Rentenbeiträge auf mittlere Sicht steigen werden und dass unsere Gesellschaft vor schwerwiegenden demografischen Umwälzungen steht, die wir nur gemeinsam bewältigen können“, betonte Ilse Müller.