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Klima-Aktivisten protestieren weltweit

Foto zeigt Eingang am Klimacamp: Was wir tun, war noch nie so wichtig
Am Eingang des Klimacamps am Kanzleramt
Foto: sch

Berlin (kobinet) Extinction Rebellion (XR) macht weltweit mit friedlichem Ungehorsam auf den drohenden Klimakollaps und das massive Artensterben aufmerksam. Die ersten Protestaktionen wurden heute morgen aus Australien gemeldet. Vom Klimacamp am Kanzleramt in Berlin gingen gestern Straßenblockaden am Großen Stern rund um die Siegessäule und am Potsdamer Platz aus.

Die ehemalige Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete forderte hier die Bundesregierung auf, den Klimanotstand auszurufen. "Wenn wir die letzten dreißig Jahre mit Petitionen und Demonstrationen und Fridays for Future anschauen, dann hat sich leider erschreckend wenig bewegt", sagte sie der Berliner Zeitung.

Von einem Mann, der sich und seinen Rollstuhl ankettete, berichtete das rbb-Fernsehen in der Berliner Abendschau. "Opa kettet sich an", sagte er seinen beiden Enkelkindern, weil er sich um deren Zukunft sorgt.

Die "Rebellion gegen das Aussterben" ist in London als die radikale Schwester der von der Schwedin Greta Thunberg begründeten Schülerstreiks am Freitag ins Leben gerufen worden.

Fridays for Future in Deutschland hat heute davor gewarnt, dass die Regierung offenbar die Proteste aussitzen will. "Am Freitag, den 29. November, sind wir wieder auf der Straße – und machen damit der Regierung einen Strich durch die Rechnung", so eine Sprecherin.

Ein paar Tage später entscheidet die SPD auf ihrem Parteitag, ob sie weiter regiert. "Vor dem 20. September haben Scholz & Co. getönt, das ginge nur mit dem großen Wurf beim Klima", erinnert Fridays for Future. "Und genau das werden wir am 29. November von ihnen verlangen: Macht jetzt wirklich einen großen Wurf – oder zieht Konsequenzen."