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Naturlandschaften für sozialen Zusammenhalt

Bei der Auszeichnung des Projekts „Ungehindert engagiert“
Auszeichnung des Projekts „Ungehindert engagiert“
Foto: Stephanie Schubert

BERLIN (kobinet) Der Natur wohnt eine große Kraft inne. Sie kann Menschen tief berühren und über soziale Schranken hinweg verbinden. Menschen jedweder Herkunft und gesundheitlicher oder sozialer Hintergründe sind in den Nationalen Naturlandschaften willkommen. Das verdeutlichten die Mitglieder des Dachverbands der Nationalen Naturlandschaften, EUROPARC Deutschland auf ihrer Jahresversammlung Ende September 2019 im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Der diesjährige fachliche Schwerpunkt thematisierte soziale Aspekte des Naturschutzes. Den Auftakt übernahm die Präsidentin des Bundeamts für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel, indem sie das Projekt „Ungehindert engagiert“ als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt auszeichnete. Die im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ verliehene Auszeichnung würdigt Projekte, die in vorbildlicher Weise darauf aufmerksam machen, dass die biologische Vielfalt Chancen für den sozialen Zusammenhalt bietet.

Die Projekt-Initiative „Ungehindert engagiert“, die bereits im Jahr 2013 den Deutschen Naturschutzpreis erringen konnte, unterstützt vor allem das freiwillige Engagement von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen für den Naturschutz. Die zentrale Botschaft dabei lautet: „Jeder kann sich engagieren“.

„Allen Menschen gleichermaßen die Möglichkeit zur Teilhabe an der Natur und zur Naturerfahrung zu eröffnen ist immer auch eine Frage der Gerechtigkeit. Insbesondere benachteiligte Gruppen sollten in den Stand gesetzt werden, dieses Recht in Anspruch zu nehmen und gegebenenfalls einzufordern. Das Projekt ,ungehindert engagiert‘ macht eindrucksvoll vor, wie dieser Anspruch umgesetzt werden kann. Ich wünsche mir, dass es Schule macht und Vorbild für viele andere ist“, betonte BfN-Präsidentin Beate Jessel bei diesem Anlaß.