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Wanderausstellung „Inklusion im Blick“

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
Emoji Inklusion
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Der SoVD - Landesverband Berlin-Brandenburg nimmt die Wanderausstellung „Inklusion im Blick“ als Zeichen gegen die Gefahren für die UN Behindertenrechtskonvention in die Landesgeschäftsstelle auf. Sie wird dort, wie die Landesvorsitzende Informiert, ab Mitte Oktober bis Ende März 2020 zu sehen sein.

"Wir wollen damit einen Kontrapunkt gegen die mannigfachen Gefährdungen der Teilhabechancen für große Teile unserer Bevölkerung setzen,“ erklärt die SoVD-Landesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer in diesem Zusammenhang.

Unverständlich, so Engelen-Kefer weiter, ist die Absage des Deutschen Bundestages zu der Aufnahme dieser Wanderausstellung mit dem lapidaren Hinweis, dass sie bereits in einigen Bundesländern gezeigt wurde, und stellt dazu die Frage: "Wird hier wieder einmal auf Prestige und Macht ausgerichteter Formalismus den bitteren Realitäten der nach wie vor heftigen Diskriminierungen von Menschen mit Behinderungen vorgezogen ?"

Nach zehn Jahren Ratifizierung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verhindern Vorurteile und Unkenntnis, dass Menschen mit Behinderungen gleichen Zugang zu Kultur und Kunst haben. Eines der traurigen Beispiele in Berlin ist, nach Engelen-Kefers Worten, das völlig unzureichende Angebot an Rollstuhlplätzen in dem prominenten Kulturzentrum Waldbühne. Gerade in jüngerer Zeit sind verschiedene Fälle bekannt geworden, dass Menschen im Rollstuhl überhaupt nicht oder nur unter erheblichen Erschwernissen und Kosten an diesen Kulturveranstaltungen teilnehmen konnten. „Diesen Diskriminierungen wollen wir mit der Ausstellung „Inklusion im Blick“ entgegenwirken. Vor allem wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass der Blick auf die Menschen selbst, vor allem ihre Stärken und nicht ihre Behinderung gelegt wird.“, so die SoVD-Vorsitzende.