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Gehörlos Kunst erleben

Symbol Gebärdensprache
DGS Symbol Gebärdensprache
Foto: public domain

Münster (kobinet) Am ersten Oktoberwochenende - am 5. und 6. Oktober - bietet das Museum für Kunst und Kultur des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster zwei inklusive Rundgänge an. Am Samstag, den 5. Oktober, können nicht-hörende, höreingeschränkte und hörende Besucher*innen von 14 bis 15.30 Uhr die Höhepunkte der Sammlung in Deutscher Gebärdensprache erleben. Am Sonntag, den 6. Oktober lädt das Kunstgespräch "Weibsbilder und Frauenzimmer" dementiell veränderte Menschen von 15 bis 16.30 Uhr zu einer Reise durch die verschiedenen Frauenbilder in der Kunstgeschichte ein. Die Familien und Freunde der Teilnehmerinnen sind bei beiden Kunstgesprächen ebenfalls eingeladen.

Die inklusiven Programmpunkte werden an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Besucher*innen angepasst. Den Rundgang in Deutscher Gebärdensprache (DGS) leitet Martin Heuser, der selbst gehörlos ist. Er nimmt einzelne Kunstwerke der Sammlung vom Mittelalter bis zur Gegenwart in den Blick. Das Kunstgespräch für dementiell veränderte Menschen geht den Frauen in der Kunst auf den Grund und beschäftigt sich mit dem Wandel des Frauenbildes in der Moderne. Sie werden madonnenhaft, sanft oder engelsgleich dargestellt. Ob dieses Frauenbild auch dem Alltag der damaligen Zeit entsprach, beantwortet das Kunstgespräch.

Der Treffpunkt der inklusiven Kunstgespräche ist an der Kasse des LWL-Museums, das Programm ist kostenfrei, es gilt der übliche Museumseintritt. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.