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Kinder und Jugendliche mit Behinderung fordern gleichberechtigte Teilhabe

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
Emoji Inklusion
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Am 17. September trafen sich Kinder und Jugendliche mit Behinderung mit Bundesministerin Dr. Franziska Giffey und dem Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie diskutierten über die geplante Reform des Kinder- und Jugendhilferechts und forderten, dass diese Leistungen für alle Kinder und Jugendlichen offen sein müssen.

Für die Kinder und Jugendlichen ist es ein aufregender Termin. Viele sind aus anderen Regionen Deutschlands extra nach Berlin gereist. Für die meisten ist es der erste Besuch der Hauptstadt. Zum ersten Mal haben sie die Möglichkeit, einer Bundesministerin gegenüberzusitzen und ihr direkt zu erklären, worauf es ihnen ankommt: Sie möchten keine Sonderbehandlung, sondern echte Inklusion – gerade auch bei Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe. Es geht um inklusive Beschulung, um Teilnahme an Kinder- und Jugendfreizeiten und um für alle Kinder zugängliche und offene Freizeitangebote.

Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung haben die Gesprächsinitiative der Bundesministerin begrüßt, weil auf diese Weise nicht mehr nur über Kinder und Jugendliche mit Behinderung gesprochen wird, sondern sie ihre Meinungen und Sichtweisen selbst vertreten können.

Mehr Inklusion, weniger Schnittstellen zwischen Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe sowie insgesamt ein wirksames Hilfesystem – das sind die Themen der 5. Sitzung der Arbeitsgruppe „SGB VIII: Mitreden – Mitgestalten“ am 17. und 18. September 2019.

Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung fordern seit Jahren mit Nachdruck ein inklusives SGB VIII.

Ein Gedanke zu „Kinder und Jugendliche mit Behinderung fordern gleichberechtigte Teilhabe

  1. Annika

    Bei uns ist es so, dass wir als Pflegeeltern von 2 behinderten Kindern, Pflegegeld, Unterhalt und andere Leistungen (z.B. Schulassistenz) ab 2020 direkt vom Land NRW erhalten sollen. Der jetzt zuständige kommunale Träger der Eingliederungshilfe weiß auch noch nichts Genaues und es steht zu befürchten, dass wir um die Jahreswende schauen müssen, wie wir die weitere Unterstützung erhalten. Erfahrungsgemäß wurden wir bei solchen Wechseln "im Regen" stehen gelassen und mussten uns durchfragen und durchkämpfen und (beim Wechsel von der Jugend- in die Eingliederungshilfe) auch finanzielle Verluste und mehr Bürokratie hinnehmen.

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