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Innovationen in der Pflege

Porttraitfoto des Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha
Porttraitfoto des Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha
Foto: Ministerium für Soziales und Integration

Stuttgart (kobinet) In Baden-Württemberg sind etwa 400.000 Menschen auf Pflege angewiesen. Drei Viertel von ihnen werden zu Hause versorgt und knapp 60 Prozent ausschließlich durch Angehörige. Das Ministerium für Soziales und Integration stellt deshalb im kommenden Jahr für das Innovationsprogramm Pflege erneut Mittel in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Dazu teilte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha in Stuttgart mit, dass ein Schwerpunkt der kommenden Förderrunde auf der Lebenssituation von pflegenden Angehörigen, nahestehender  Pflegepersonen sowie deren unterstützendem Umfeld liegt.

„Wir  wollen pflegende Angehörige entlasten und Menschen mit Betreuungsbedarf ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Bereits seit 2011 fördern wir deshalb neuartige und innovative Pflegekonzepte, die Leuchtturmcharakter  für die Pflegelandschaft haben“, so Minister Lucha.

Die  Konzepte für das Innovationsprogramm Pflege sollen in dieser  Förderrunde Lösungsmöglichkeiten und Ideen benennen, die geeignet sind,  Pflegende zu stärken und die häusliche Pflegesituation zu entlasten und zu stabilisieren. Ziel ist eine ressourcenorientierte und vernetzte Pflege. Dabei sollen insbesondere auch kulturelle  Herkunft, migrationsspezifische Aspekte und die besonderen Bedürfnisse  von Familien und Menschen mit Demenz beachtet werden.

Von  großer Bedeutung für die Unterstützung und Entlastung häuslicher Pflege sind Angebote der Nacht- und Tagespflege sowie der Kurzzeitpflege. Der Ausbau und die Weiterentwicklung dieser Angebote bilden daher einen wichtigen Baustein des Programms. Bei Einrichtungen der Nacht- und Tagespflege liegt ein besonderes Augenmerk auf bedarfsgerechten Öffnungszeiten. Bei Einrichtungen der Kurzzeitpflege sollen insbesondere eigenständige Einrichtungen mit rehabilitativer Ausrichtung gefördert werden. Darüber hinaus werden Kriterien wie die räumliche Ausstattung, Demenzgerechtigkeit und die konzeptionelle Einbindung von ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern einbezogen.